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Beim Vorstand der Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) schwindet der Optimismus. Trotz eines überraschend guten Sommerquartals erwartet Deutschlands zweitgrößte Privatbank einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr. Damit ist die Commerzbank vom ursprünglichen Ziel abgerückt, den Überschuss in diesem Jahr leicht zu steigern. Im Vorjahr lag dieser bei 865 Mio. Euro.

Zinstief belastet
Der Grund für die trüben Aussichten ist laut der Commerzbank eine deutlich höhere Steuerquote im vierten Quartal. Schon bei der Präsentation der Halbjahreszahlen Anfang August hatte Vorstandschef Martin Zielke zugegeben, es werde „deutlich ambitionierter“, das bis dato geltende Jahresziel einer leichten Gewinnsteigerung zu erreichen. Laut Zielke setzt das Zinstief der Branche weiter zu. Außerdem müssen Investitionen in Digitalisierung gestemmt werden.

Gewinnsprung im dritten Quartal
Wie die Geschäfte im Sommer gelaufen sind, hatte die Commerzbank bereits Ende Oktober bekanntgegeben. Der Gewinn kletterte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 294 Mio. Euro. Dieser Gewinnsprung ging aber in erster Linie auf den Verkauf der Tochtergesellschaft Ebase zurück. Auch Kostensenkungen und weniger Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite spiegelten sich positiv in den Geschäftszahlen wider.

Stellenabbau
Ende September gab Zielke Maßnahmen zum Konzernumbau bekannt. Dazu gehört der Abbau von 2.300 weiteren Stellen, außerdem wird jede fünfte der rund 1.000 Filialen geschlossen.

Aktie im Abwärtstrend
An der Börse setzt die Commerzbank am Donnerstagvormittag um rund 3 Prozent zurück (aktuell: 5,64 Euro). Die Aktie notiert aktuell im Abstand von 11 Prozent unter der 200-Tage-Linie und damit nach wie vor im Abwärtstrend. Sollte das Allzeittief vom 15. August bei 4,72 Euro unterschritten werden, eröffnet sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur runden 4-Euro-Marke.

Ein neues Kaufsignal würde es dagegen geben, wenn die Rückeroberung der 200-Tage-Linie (6,33 Euro) gelingt. Nächstes Kursziel wäre dann das 2019er-Top vom April bei 8,25 Euro.

Anleger, die trotz der pessimistischen Aussichten von einem Comeback der Commerzbank-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VF1CGB / ISIN: DE000VF1CGB6) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VF8KGR / ISIN: DE000VF8KGR0) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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