Bildquelle: Pressefoto Deutsche Telekom

Für die Deutsche Telekom (WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508) ist eine entscheidende Zeit angebrochen. In den USA soll sich die Mobilfunktochter der Bonner, T-Mobile US (WKN: A1T7LU / ISIN: US8725901040), mit dem Konkurrenten Sprint zusammenschließen.

Die US-Wettbewerbsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat dem Zusammenschluss bereits die formelle Genehmigung erteilt. Darüber hinaus verändert 5G das Geschäft in der gesamten Telekommunikationsbranche. Und ausgerechnet jetzt will John Legere an der Spitze von T-Mobile US aufhören. Kein Wunder, dass Anleger nicht sicher sind, wie es weitergeht.

Schließich steht John Legere stellvertretend für den Turnaround des US-Geschäfts der Deutschen Telekom. Mit einer aggressiven Preispolitik und einem forschen Auftreten im öffentlichen Leben hat Legere den Branchengrößen Verizon (WKN: 868402 / ISIN: US92343V1044) und AT&T (WKN: A0HL9Z / ISIN: US00206R1023) Kunden abgejagt.

Dank des Kundenbooms und immer besser werdender Finanzkennzahlen hat T-Mobile US innerhalb des Bonner Konzerns inzwischen eine ganz besondere Stellung, nachdem das US-Engagement dem DAX-Unternehmen jahrelang nur Probleme bereitet hatte. Zumindest übernimmt mit Mike Sievert zu 1. Mai 2020 kein im Konzern Unbekannter den CEO-Posten bei T-Mobile US.

An ihm wird es liegen, eine mögliche Integration zu stemmen, falls der Zusammenschluss zwischen T-Mobile US und Sprint zustandekommen sollte. Außerdem gilt es auch in den USA, das 5G-Netz auszubauen. Dies ist eine Aufgabe, die konzernweit gestemmt werden muss. Die hohen Ausgaben bei der 5G-Mobilfunk-Auktion in Deutschland zeigen, dass mit der 5. Generation des mobilen Internets nicht nur Chancen, sondern auch einige finanzielle Risiken lauern.

Die hohen Ausgaben bei der 5G-Mobilfunk-Auktion in Deutschland sind ein Grund, warum die Deutsche Telekom den Anteilseignern für 2019 nur noch eine Dividende von 60 Cent je Aktie zahlen möchte, nachdem sich Investoren im Vorjahr noch über eine Ausschüttung von 70 Cent freuen konnten. Die gute Nachricht ist jedoch, dass dies die Mindestdividende für die kommenden Jahre sein soll, unabhängig vom Zustandekommen des Zusammenschlusses von T-Mobile US und Sprint.

Darüber hinaus konnte die Deutsche Telekom zuletzt nicht nur in den USA, sondern auch auf dem europäischen Markt einige Erfolge verbuchen. Nach einem erfolgreichen dritten Quartal wurde konzernweit sogar die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2019 angehoben. Einen enormen Schub für den Heimatmarkt dürften zudem die Medienrechte für die Fußball-EM 2024 bereithalten. Schließlich handelt es sich dabei um die Heim-EM. Außerdem bleibt die Deutsche Telekom trotz der Senkung des Dividendenausblicks ein attraktiver Dividendenwert. Derzeit würde sich eine Dividendenrendite von knapp 4 Prozent ergeben.

Anleger, die von der Stärke der Deutschen Telekom überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MF1GD7 / ISIN: DE000MF1GD72) sogar gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Auch Shorties steht ein passendes Faktorzertifikat (WKN: MF0FLF / ISIN: DE000MF0FLF3) zur Verfügung.

Bildquelle: Pixabay / albertoadan

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