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Der Dezember zählt statistisch zu den stärksten Börsenmonaten des Jahres, weshalb auch in diesem Jahr viele Anleger auf eine Jahresend-Rallye setzen. Ob diese tatsächlich kommt und der DAX die vorangegangenen historischen Höchststände in Angriff nehmen wird, dürfte dabei entscheidend von der weiteren Konjunkturentwicklung Deutschlands abhängen.

Die Konjunkturdaten für den Sommer fielen überraschend positiv aus. So ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September entgegen den Erwartungen um 0,1 Prozent zum Vorquartal gewachsen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekanntgab. Im zweiten Quartal sank das BIP noch um 0,2 Prozent, im ersten Quartal legte es um 0,5 Prozent zu. Durch das überraschende Plus im dritten Quartal ist Deutschland knapp einer Rezession entgangen, von der bei zwei Minus-Quartalen in Folge gesprochen wird. Positive Impulse kamen im Sommer insbesondere durch den starken Konsum und einen Zuwachs der Exporte sowie durch hohe Investitionen im Baugewerbe, während beispielsweise Deutschlands Paradebranche – die Automobilindustrie – schwächelte.

Auch wenn die Bilanz für den Sommer überraschend positiv ausfiel, erwarten die Bundesregierung und führende Wirtschaftsforschungsinstitute für das Gesamtjahr 2019 deutlich weniger Wachstum als im Jahr 2018. Die jüngsten Prognosen gehen von 0,5 Prozent aus, nach +1,5 Prozent im Vorjahr. Eine nachlassende Wachstumsdynamik zeichnet sich auch für die 19 Länder der Währungsunion ab. Hier rechnet die EU-Kommission für 2020 nur noch mit einem Anstieg um 1,2 Prozent, nachdem bisher ein Plus von 1,4 Prozent prognostiziert wurde. Für Deutschland wurde die BIP-Erwartung von 1,4 auf 1,0 Prozent heruntergeschraubt.

Deutlich besser läuft es dagegen weiterhin für die Wirtschaft der USA, wie ein deutliches Plus von 0,5 Prozent im dritten Quartal belegt. Hier führten die Deregulierung wirtschaftlicher Aktivitäten, höhere Staatsausgaben und Steuersenkungen in den vergangenen 3 Jahren zu einem robusten und vergleichsweise kräftigen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum sich die von den USA ausgelösten Handelsstreitigkeiten für das eigene Land noch nicht spürbar negativ auswirkten und warum die amerikanischen Aktienmärkte nach wie vor im Rallye-Modus verharren. So verzeichneten die Aktienindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 in den zurückliegenden Wochen erneut neue Allzeithochs. Da die Wall Street nach wie vor der Taktgeber der Weltfinanzmärkte ist, könnte auch der DAX – trotz nachlassender Konjunkturdynamik – in Kürze neue historische Höchststände erreichen, wofür auch die anhaltend lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank spricht.

Gleichwohl gibt es auch gute Argumente dafür, dass der DAX den jüngsten Seitwärtslauf noch eine Weile fortsetzen oder sogar noch einmal deutlicher zurücksetzen könnte. So ist es beispielsweise nach wie vor vollkommen offen, ob es einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU oder einen No-Deal-Brexit geben wird. Auch die weitere Entwicklung der Handelskonflikte zwischen den USA und China und den USA und der EU bereiten Anlegern weiterhin Sorgen und könnten die Aktienkurse belasten. Hier bringen vielleicht die nächsten Wochen etwas Klarheit.

Spekulative Anleger, die steigende DAX-Notierungen erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DC7JD9 / ISIN: DE000DC7JD95) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,82, die Barriere bei 9.780,00 Punkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DC7R37 / ISIN: DE000DC7R375, aktueller Hebel 3,44, Barriere bei 16.460,00 Punkten) auf fallende DAX-Kurse setzen.

Stand: 02.12.2019/ Ein Gastkommentar von db x-markets

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