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Rückschlag für die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001): Das Frankfurter Geldhaus ist bei der geplanten Komplettübernahme ihrer Tochtergesellschaft Comdirect (WKN: 542800 / ISIN: DE0005428007) im ersten Anlauf gescheitert.

Annahmeschwelle verfehlt
Der Grund hierfür ist, dass zu wenige Comdirect-Aktionäre ihre Papiere angedient haben. Denn nötig wäre eine Annahmeschwelle von 90 Prozent gewesen. Obwohl die Commerzbank bereits eine Beteiligung von 82,3 Prozent an der Comdirect hat, kam der MDAX-Konzern mit dem Übernahmeangebot nur auf einen Anteil von 82,6 Prozent. Die Offerte war am vergangenen Freitag ausgelaufen.

Direkte Verschmelzung
Commerzbank-Chef Martin Zielke will deshalb jetzt einen anderen Weg gehen. Die Online-Bank soll jetzt auf dem Weg einer direkten Verschmelzung übernommen werden. Diesem Schritt müssen die Aktionäre auf den Hauptversammlungen beider Banken mit einer Quote von 75 Prozent zustimmen.

Bei der Comdirect verfügt die Commerzbank dank ihrer Mehrheitsbeteiligung bereits über die dafür nötige Quote. Eine Verschmelzung beider Banken dürfte daher gelingen, allerdings wäre die eigentlich geplante Komplettübernahme deutlich schneller und einfacher gewesen.

Lage angespannt
An der Börse wurde die Negativ-Meldung gelassen aufgenommen. Die Commerzbank liegt am Mittwochmittag mit 0,8 Prozent in der Gewinnzone (aktuell: 5,20 Euro). Trotzdem bleibt die charttechnische Lage hier angespannt.

Aktie im Abwärtstrend
Die Aktie notiert aktuell im Abstand von 16 Prozent unter der 200-Tage-Linie und damit nach wie vor im Abwärtstrend. Sollte das Allzeittief vom 15. August bei 4,72 Euro unterschritten werden, eröffnet sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur runden 4-Euro-Marke.

Ein neues Kaufsignal würde es dagegen geben, wenn die Rückeroberung der 200-Tage-Linie (6,17 Euro) gelingt. Nächstes Kursziel wäre dann das 2019er-Top vom April bei 8,25 Euro.

Anleger, die von einem Comeback der Commerzbank-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: GB665J / ISIN: DE000GB665J3) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: GB0BRA / ISIN: DE000GB0BRA2) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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