Bildquelle: Pixabay / albertoadan

Bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch (19.02.2020) bestätigte die Deutsche Telekom (WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508) ihre Position als Branchenführer in Europa und blickt auf Rekordzahlen im vergangenen Jahr zurück.

Der Bonner Konzern erwirtschaftete 2019, mit rund EUR 80,5 Mrd., 6,4% mehr als im Vorjahr wie ein erster Blick auf die Bilanz verrät. Auch den Konzernüberschuss konnte die Deutsche Telekom um rund 79% auf EUR 3,9 Mrd. steigern. Dies lässt schnell vergessen, dass das Unternehmen noch vor 25 Jahren als Behörde agierte. Doch während die Ertragszahlen auf höhere Dividendenzahlungen hoffen lassen, müssen Aktionäre aufgrund der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Jahresende in Höhe von rund EUR 76 Mrd. einen Rückgang der Dividende auf EUR 0,60 je Aktie hinnehmen. Den Schuldenstand begründet der Konzern mit Kosten für die 5G-Mobilfunkauktion in Deutschland und finanziellen Lasten aus der angestrebten Fusion mit dem US-Rivalen Sprint.

Deutsche Telekom und US-Rivale Sprint dürfen fusionieren

Vergangenen Dienstag (11.02.2020) nahm die Deutsche Telekom eine entscheidende Hürde im US-Kartellrechtsprozess um die Fusion mit dem kleineren Rivalen Sprint. Der zuständige Richter Victor Marrero stimmte dem USD 26 Mrd. schweren Zusammenschluss von T-Mobile US (WKN: A1T7LU / ISIN: US8725901040) und Sprint zu, wie das veröffentlichte Urteil verlauten ließ. Nach aktuellen Verträgen würde die Deutsche Telekom durch einen Aktientausch 42% der Aktien am gemeinsamen Unternehmen bei 67% der Stimmrechte erhalten. Die Fusion ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Während die richterliche Zustimmung zum „Tunney Act“ (ein 1974 verabschiedetes kartellrechtliches Verfahrens- und Strafgesetz, das Bundesgerichte verpflichtet, jede Konsensvereinbarung in zivilen Kartellprozessen, die vom DOJ eingereicht werden, zu überprüfen und sicherzustellen, dass der in der Zustimmung vorgeschlagene Rechtsbehelf im öffentlichen Interesse liegt) als nahezu gesichert angesehen wird, steht noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen in Kalifornien, der CPUC, aus.

Laut Timotheus Höttges, dem CEO der Deutschen Telekom, wäre eine Fusion des Konzerns mit Sprint „die größte Fusion eines deutschen Unternehmens in den USA jemals“. Aus der Fusion erhofft sich die Deutsche Telekom Synergien im Wert von EUR 43 Mrd.. Dem Handelsblatt zufolge brächte es der Konzern nach einer Fusion auf 140 Millionen Kunden und einen Börsenwert von USD 120 Mrd.. Neben der Chance, die eine Fusion den beiden Rivalen bietet, müsste T-Mobile US den US-Rivalen samt Schulden übernehmen. Neben den ohnehin hohen Netto-Finanzverbindlichkeiten und den Integrationskosten, die eine Fusion mit sich bringen würde, könnten die zusätzlich übernommenen Schulden weiter auf den Gewinn je Aktie und somit die Dividendenzahlungen drücken…

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