Bildquelle: Pressefoto © TUI Group

Der Reiseanbieter TUI (WKN: TUAG00 / ISIN: DE000TUAG000) hat auf dem Weg zur Bewältigung der Coronavirus-Krise einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Konzern teilte am Mittwochmorgen mit, dass mehrere Banken einem Kredit in Höhe von 1,8 Mrd. Euro zugestimmt haben, für den sich der Bund verbürgt.

Das Geld wird von der staatlichen Förderbank KfW bereitgestellt. Wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

Touristikunternehmen im Krisen-Modus
Der Kredit soll dazu dienen, die weltweite Ausnahmesituation zu überbrücken, erklärte der TUI-Vorstandschef Fritz Joussen. Touristikunternehmen gehören neben Airlines und dem Gastgewerbe zu den Branchen, die die Viruskrise am härtesten trifft.

Flugverkehr ausgesetzt
In zahlreichen Staaten wurde der Flugverkehr ausgesetzt. TUI hatte Mitte März fast das gesamte Programm aus Pauschalreisen, Flügen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb unterbrochen. Das Rückholprogramm für eigene Kunden und die Beteiligung an der Aktion des Auswärtigen Amtes für weitere deutsche Urlauber, die im Ausland gestrandet waren, ist inzwischen so gut wie abgeschlossen.

Aktie stürzt ins Bodenlose
An der Börse brach die TUI-Aktie zwischen Mitte Februar und Mitte März in der Spitze um knapp 80 Prozent ein und markierte am 16. März ein Allzeittief bei 2,42 Euro. Seitdem konnten sich die Notierungen wieder in den Bereich der 4,50-Euro-Marke nach oben arbeiten.

Trendpfeile zeigen nach unten
Charttechnisch bleibt die Lage aber weiter äußerst angespannt. Die Aktie notiert im Abstand von über 50 Prozent unter der 200-Tage-Linie (9,47 Euro) und damit in einem stark ausgeprägten Abwärtstrend. Weitere Rückschläge sind deshalb zu befürchten.

Anleger, die von der anhaltenden Schwäche von TUI überzeugt sind, können mit einem Put-Optionsschein (WKN: VE9NRJ / ISIN: DE000VE9NRJ7) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Optimisten steht ein passender Call-Optionsschein (WKN: VE8RD1  / ISIN: DE000VE8RD19) zur Verfügung.

Bildquelle: Pressefoto © TUI Group

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