Bildquelle: Pressefoto Rocket Internet

Die Coronavirus-Krise schlägt auch auf Rocket Internet (WKN: A12UKK / ISIN: DE000A12UKK6) durch. Die im MDAX notierte Beteiligungsgesellschaft teilte mit, dass die niedrigeren Bewertungen der Unternehmensbeteiligungen auf ein von Covid-19 geprägtes Marktumfeld zurückzuführen seien.

Obwohl die Umsatzerlöse im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 19,9 Mio. Euro gesteigert werden konnten, wurde ein Verlust von 156 Mio. Euro eingefahren. Im ersten Quartal 2019 stand hier noch ein Nettogewinn von 148 Mio. Euro zu Buche.

Beteiligungen entwickeln sich gut

Trotz der im ersten Quartal einsetzenden Pandemie entwickelten sich die einzelnen Beteiligungen von Rocket Internet operativ gut. Global Fashion Group beispielsweise erhöhte die Umsatzerlöse im ersten Quartal um 8 Prozent auf 271 Mio. Euro. Die Anzahl der aktiven Kunden legte gegenüber dem Vorjahr um knapp 16 Prozent auf 13 Mio. Euro zu. Die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) lag bei -8,3 Prozent, was eine Verbesserung von 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet.

Bei Home 24 wurde der Umsatz um 14 Prozent auf 103 Mio. Euro gesteigert. Hier wurde eine EBITDA-Marge von -3 Prozent verzeichnet. Im ersten Quartal 2019 lag diese noch bei -16 Prozent.

Laut Rocket Internet ist die Ungewissheit in Bezug auf die Entwicklung sehr vieler Portfolio-Unternehmen wegen der Coronavirus-Pandemie stark gestiegen und wirkt sich negativ sowohl auf die Bewertungen als auch auf das operative Ergebnis aus. Der Konzern warnte, dass dies kurz- und mittelfristig so bleiben wird.

Scharfer Kurseinbruch

An der Börse ging es für Rocket Internet zwischen Juni 2019 und März 2020 steil nach unten. Nachdem die Aktie im Juni vergangenen Jahres ein Zwischenhoch bei 26,40 Euro verzeichnete, setzten die Notierungen bis Mitte März dieses Jahres auf 16 Euro zurück.

Aktie im Abwärtstrend

Seitdem konnte sich der Kurs wieder bis in den Bereich der 18-Euro-Marke nach oben arbeiten. Damit notiert die Aktie jetzt im Abstand von 17 Prozent unter der bei 21,70 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie, was einen ausgeprägten Abwärtstrend bedeutet. Auf der Unterseite könnte in Kürze das März-Tief bei 16 Euro getestet werden. Sollte diese Unterstützung unterschritten werden, liegt das nächste Korrekturziel bei 15,22 Euro, dem bisherigen Allzeittief aus dem Jahr 2017.

Kurspfeile zeigen nach unten

Sollte der Kurs dagegen die Mitte März gestartete Aufhol-Rallye fortsetzen, gilt es als Nächstes, das Mai-Zwischenhoch bei 19,73 Euro zu überwinden. Danach wäre die Bahn charttechnisch frei bis zur 200-Tage-Linie (21,70 Euro). Gelingt hier der Ausbruch nach oben, würde das den Wechsel in den übergeordneten Aufwärtstrend und damit ein neues Kaufsignal bedeuten. Vorerst zeigen die Kurspfeile für Rocket Internet aber weiter nach unten.

Anleger, die auf einen anhaltenden Abwärtstrend der Rocket-Internet-Aktie setzten und sogar überproportional von fallenden Kursen des MDAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MC7USA / ISIN: DE000MC7USA6) auf der Short-Seite an. Optimisten haben ebenfalls mit passenden Long-Produkten (WKN: MC7H6A / ISIN: DE000MC7H6A8) die Gelegenheit, auf steigende Kurse der Rocket-Internet-Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Rocket Internet

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