Bildquelle: Pressefoto Facebook

Der stetig wachsende E-Commerce-Markt hat Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) dazu bewegt, Bemühungen anzustellen, dieses Geschäftsfeld zu erschließen. Der Fokus soll hierbei auf dem südostasiatischen Markt liegen. Ergänzend dazu hat man die Funktionen auf seinen Plattformen erweitert. Welche Rolle WhatsApp bei der Erschließung neuer Märkte spielt und was Facebook für seine Plattformen plant, lesen Sie hier.

Shopping-Funktion wird in die Plattformen integriert

Die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram sollen so ausgestaltet werden, dass die Nutzer direkt von einer Facebook- oder Instagram-Seite eines Händlers kaufen können. Die neue Funktion soll unter dem Namen „Facebook Shops“ verfügbar sein. Die Erschließung des neuen Geschäftsbereiches erleichtert nicht nur den Nutzern und Händlern das plattformintegrierte Shoppen, sondern ermöglicht dem Tech-Konzern zwei weitere Möglichkeiten Umsätze zu generieren: Das Bewerben von Produkten auf Facebook wird für Händler fortan attraktiver, da Facebook nun selbst eine E-Commerce-Plattform darstellt.

Die potentiellen Kunden sind durch die Integration von Facebook Shops näher am Produkt und es ist wahrscheinlicher, dass sie einen Einkauf tätigen. Händler sind deshalb bereit, größere Summen für Werbung auf einer E-Commerce-Plattform zu bezahlen. Aus diesem Grund erwartetet Facebook einen erheblichen Anstieg der Werbeeinnahmen. Hinzu kommt, dass Facebook eine Gebühr von 5% auf Verkäufe aus Facebook Shops erheben wird. Sollte es Facebook gelingen bis 2023 einen Marktanteil von 2% des globalen E-Commerce Markts zu erobern, ist laut Analysten ein kumulierter Umsatz aus den Werbeeinnahmen und den erhobenen Gebühren von bis zu USD 7 Mrd. zu erwarten.

Fokus liegt auf Wachstumsmärkten in Indien und Indonesien

Die Bemühungen, ins E-Commerce-Business vorzudrängen, bleiben aber nicht nur auf die technische Ausgestaltung auf den Plattformen beschränkt. Die vielversprechenden Digitalwirtschaften Indiens und Indonesiens stellen für Facebook enorme Wachstumsmärkte dar. Studien zufolge sollen Unternehmen Indonesiens bis 2025 USD 130 Mrd. digital erwirtschaften. In Indien sollen die Umsätze aus dem E-Commerce-Geschäft bis 2026 gar auf USD 200 Mrd. wachsen. Es erscheint nur logisch, dass auch Facebook ein Stück von diesem Kuchen erwirtschaften möchte. Gleichzeitig diversifiziert man sein Geschäft und ist nicht mehr so stark vom großen Heimatmarkt in den USA abhängig.

Messenger-Dienst WhatsApp soll zentrale Plattform werden

Um den südostasiatischen Markt zu erschließen, hat Facebook viel Geld für zwei Minderheitsbeteiligungen ausgegeben. In Gojek hat man sich an einem indonesischen Start-Up der Mobilitätsbranche beteiligt, das damit Geld verdient, Personen zu befördern oder Essen und Waren von Händlern zu Kunden zu transportieren. Das Bindeglied zwischen Unternehmen und Kunden soll hierbei WhatsApp bilden und den Austausch ermöglichen. Facebook erhofft sich, von den vielen Kontakten Gojeks zu Restaurants und Shops zu profitieren. Gleichzeitig soll die Integration in den Messenger den kleinen Unternehmen dabei helfen, zu wachsen. Um am Online-Handel Geld zu verdienen, möchte Facebook den Dienst WhatsApp Pay schnellstmöglich an den Start bringen…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Facebook

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