Bildquelle: Pixabay / AhmadArdity

Gold

Nachdem der Goldpreis im August auf einen Rekordstand bei 2.075 US-Dollar je Feinunze kletterte, legten die Notierungen den Rückwärtsgang ein und setzten bis Ende September zeitweise in den Bereich der 1.900er-Marke zurück. Der Grund für die aktuelle Schwäche dürfte dabei eine Mischung aus Gewinnmitnahmen, der aktuellen Stärke des US-Dollar und der Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft sein. Doch sowohl die Charttechnik als auch fundamentale Gründe sprechen eher dafür, dass es für den Goldpreis schon bald wieder weiter nach oben gehen wird. Trotz der aktuellen Konsolidierung notiert der Goldkurs noch immer in deutlichem Abstand über der 200-Tage-Linie (1.728 US-Dollar) und damit im langfristigen Aufwärtstrend.

Fundamental gesehen ist eine rasche Erholung der Weltwirtschaft äußerst fraglich. So sind die Corona-Infektionszahlen in mehreren europäischen Ländern zuletzt wieder sprunghaft angestiegen. Die Sorgen vor einer zweiten Pandemiewelle mit entsprechenden Lockdown-Maßnahmen sind also nicht unbegründet, zumal der Herbst und damit die Erkältungssaison gerade erst begonnen hat. Kommt es zu neuen Lockdowns, dürfte eine neue Pleitewelle in den am stärksten betroffenen Branchen kaum abzuwenden sein. Dementsprechend sind im Herbst und Winter neue fiskal- und geldpolitische Maßnahmen sehr wahrscheinlich, durch welche die weltweiten Geldmengen weiter ansteigen dürften. Dieses Negativszenario würde die Attraktivität der Krisenwährung Gold wieder deutlich steigern.

Gold Mini Long
WKN CY66XQ
ISIN DE000CY66XQ0
Emissionstag 14. Juli 2017
Produkttyp Mini Long
Emittent Citigroup

Platin

Der Platinkurs geriet im ersten Quartal unter heftigen Verkaufsdruck. Zwischen Januar und März brachen die Notierungen in der Spitze um 41 Prozent auf 620 US-Dollar je Feinunze ein. Grund für den scharfen Kurssturz war die große Abhängigkeit zu einer Branche, die von der Corona-Krise besonders schwer getroffen wurde: der Automobilindustrie. Denn hier wird Platin vor allem bei der Herstellung von Katalysatoren für Dieselfahrzeuge eingesetzt. Die Nachfrage nach Platin ging infolge der lockdown-bedingten Werksschließungen und der Verkaufseinbrüche dementsprechend stark zurück. Doch in den folgenden Monaten konnte Platin die vorangegangenen Kursverluste größtenteils wieder wettmachen, und es bestehen gute Chancen, dass der Platinpreis mittel- und langfristig betrachtet weiter zulegen wird.

Auch wenn die Autoindustrie auf unabsehbare Zeit weiterhin kriseln dürfte, sprechen vor allem Zukunftstrends für steigende Kurse. So zeichnet sich laut dem Rohstoffexperten und Fondsmanager Benjamin Louvet (OFI Asset Management) beispielsweise in Europa ab, dass die Plug-in-Hybridtechnologie dabei ist, die reine Elektrotechnologie zu überholen. Da Hybridfahrzeuge im Gegensatz zu E-Autos Katalysatoren benötigen, dürften Louvet zufolge künftig noch mehr Palladium und Platin benötigt werden. Laut dem Experten sollte auch der Trend hin zur Brennstoffzelle dem Platinmarkt große Impulse geben. Denn die entsprechenden Motoren werden mit Wasserstoff betrieben und benötigen eine große Menge Platin.

Long Mini Future auf Platinum
WKN VP1KD7
ISIN DE000VP1KD76
Emissionstag 25. März 2020
Produkttyp Mini Futures
Emittent Vontobel

EUR/USD

Nachdem der Euro im Februar 2018 ein Dreijahreshoch bei 1,25 US-Dollar markierte, legte die europäische Gemeinschaftswährung den Rückwärtsgang ein. Dabei verlor der Euro in den folgenden zwei Jahren rund 15 Prozent an Wert und verzeichnete im März dieses Jahres mit 1,06 Euro den tiefsten Stand seit dem April 2017. Doch von diesem Kursboden aus wendete sich das Blatt, denn der Euro startete eine steile Kurs-Rallye und legte bis Anfang September um 13 Prozent auf in der Spitze 1,20 US-Dollar zu. Auch wenn der Euro in den folgenden Wochen zeitweise in den Bereich der 1,17er-Marke zurückfiel, zeigen die Trendpfeile hier weiterhin nach oben.

Denn der Euro notiert trotz des jüngsten Rücksetzers immer noch im deutlichen Abstand über der 200-Tage-Linie (1,12 US-Dollar) und damit im übergeordneten Aufwärtstrend. Die Chancen stehen deshalb gut, dass der Euro die Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate in Kürze fortsetzen wird. In diesem Fall stellen sich die nächsten Kursziele auf die Tops vom September 2020 (1,20 US-Dollar) und vom Februar 2018 (1,25 US-Dollar). Für dieses bullishe Szenario spricht auch, dass die US-Notenbank Fed im Rahmen der Corona-Krise die Zinsen bis an die Null-Prozent-Marke gesenkt hat. Dadurch ist die Zinsdifferenz zu Europa, wo die Zinsen schon länger auf einem Tiefststand notieren, geschrumpft. Das macht den US-Dollar als Anlagewährung unattraktiver und stärkt im Gegenzug den Euro.

EUR/USD Mini Long
WKN JC54LQ
ISIN DE000JC54LQ2
Emissionstag 31. August 2020
Produkttyp Mini Future
Emittent J.P. Morgan

 

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Bildquelle: Pixabay / AhmadArdity

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