Bildquelle: Pressefoto © Continental

Der Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental (WKN: 543900 / ISIN: DE0005439004) hat am Mittwochmorgen ein solides Quartalsergebnis präsentiert. So lag der Umsatz bei 10,3 Mrd. Euro und damit nur sieben Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Die Profitabilität steigt

Dank der gestiegenen Profitabilität wurde der bereinigte operative Gewinn dabei im dritten Quartal auf Jahressicht um 36 Prozent auf 832 Mio. Euro gesteigert. Das bedeutete eine bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von 8,1 Prozent, nach 5,6 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich wurde dabei ein Verlust von 719 Mio. Euro verbucht (Vorjahr: -2,0 Mrd. Euro).

Kostensenkungen

Die positive operative Entwicklung führte der Vorstandschef Dr. Elmar Degenhart unter anderem auf das disziplinierte Kosten-Management zurück, mit dem der Konzern weltweit wettbewerbsfähiger geworden sei. Continental erwartet für das vierte Quartal einen Rückgang der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von vier bis sechs Prozent.

Prognose

Für das Gesamtjahr 2020 wird ein Rückgang von 18 bis 19 Prozent prognostiziert. Auf Basis dieser Schätzung erwartet Continental für das Geschäftsjahr 2020 einen Konzernumsatz von 37,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 44,5 Mrd. Euro) und eine bereinigte EBIT-Marge von rund drei Prozent (Vorjahr: 7,4 Prozent).

Die besonders von der Corona-Pandemie belastete Autozuliefersparte dürfte im Jahr einen operativen Verlust einfahren. Im vierten Quartal würden erwartete Rückstellungen für Gewährleistungen und höhere Forschungs- und Entwicklungskosten in der Sparte stärker belasten als bisher angenommen, warnte Continental.

Umfassendes Sparprogramm

Continental-Chef Elmar Degenhart hatte schon vor der Krise ein umfassendes Sparprogramm in Gang gesetzt, dieses aber wegen der Pandemie noch einmal deutlich verschärft. Die jährlichen Bruttokosten sollen ab dem Jahr 2023 um eine Mrd. Euro niedriger liegen. Um das zu erreichen, stehen in den nächsten Jahren weltweit bis zu 30.000 der rund 230.000 Stellen zur Disposition, allein in Deutschland etwa 13.000.

Konzernumbau belastet

Mehrere Produktionsstätten werden ganz geschlossen. Mit dem Konzernumbau sind zunächst einmal hohe Kosten verbunden, zum Beispiel weil Mitarbeiter früher in den Ruhestand geschickt werden oder Abfindungen erhalten. Diese Aufwendungen belasteten das Ergebnis im dritten Quartal und sollen auch im vierten Quartal weitere Sonderkosten verursachen.

Die andauernde Krise in der Autoindustrie schlägt sich in der Kursentwicklung der Aktie von Continental nieder. Nachdem die Aktie Anfang 2018 ein Allzeithoch bei 257 Euro markierte, brachen die Notierungen bis zum März dieses Jahres um rund 80 Prozent auf in der Spitze 51 Euro ein.

Aktie im Aufwärtstrend

Doch inzwischen konnte sich der Kurs wieder bis über die 100er-Marke (aktuell: 105,20 Euro) nach oben arbeiten. Damit notiert die Aktie aktuell im Abstand von 20 Prozent über der 200-Tage-Linie (87,70 Euro), was einen deutlichen Aufwärtstrend bedeutet. Charttechnisch ist der Weg jetzt frei bis zum November-2019-Hoch bei 133 Euro, womit sich aktuell ein Gewinnpotenzial von rund 26 Prozent eröffnet.

Anleger, die von der Fortsetzung der im März gestarteten Aufholbewegung bei Continental überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA1MEZ / ISIN: DE000MA1MEZ5) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben Gelegenheit, mit einem entsprechenden Short-Zertifikat (WKN: MC5BVY / ISIN: DE000MC5BVY4) auf fallende Kurse der Continental-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto © Continental

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