Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?

Ja, zweifellos war 2020 ein Jahr in dem wir gebeutelt waren. Die andauernde Corona-Pandemie hat die einen mehr und die anderen weniger direkt betroffen; angenehm war es sicher für niemanden. Abgesehen von allen gesundheitlichen, moralischen oder sozialen Aspekten, war es ein Jahr, das abschießend betrachtet, offenbar viele Anleger als ausgesprochen erfolgreich verbuchen.

Ein Börsenjahr, das vielen Investoren ebenso schlaflose Nächte im Crash wie auch Partytage in der Rally abgerungen hat. In jedem Fall war ein Jahr an den Kapitalmärkten, das wieder einmal sehr deutlich gezeigt hat, das es die Vielfalt an Produkten tatsächlich braucht, um erfolgreich zu sein. Nichts gegen Sparpläne auf verschiedene Indizes. Aber sie führen eben nur in einer Richtung zum Erfolg; wenn die Märkte steigen. Investoren, die den Sinn der strukturierten Wertpapiere erkannt und deren Möglichkeiten genutzt haben, sind mit einiger Wahrscheinlichkeit renditestärker unterwegs.

So verwundert es jedenfalls nicht, dass die Mehrheit der Selbstentscheidenden Anleger sehr zufrieden mit diesem schwierigen Börsenjahr sein wird. Immerhin antworteten 58 Prozent von rund 2500 Befragten, dass ihr Wertpapierdepot seit Jahresbeginn einen Gewinn von mehr als 6 Prozent ausweist. Bei knapp 20 Prozent liegt der Gewinn immer noch zwischen 1 und 6 Prozent. Bei fast 8 Prozent halten sich Gewinne und Verluste in etwa die Waage. Bei weiteren mehr als 5 Prozent verminderte sich der Wert des Depots zwischen 1 und 6 Prozent. Die verbleibenden 9 Prozent der Umfrageteilnehmer verzeichneten in diesem Jahr einen Verlust von mehr als 6 Prozent.

So weisen es die Ergebnisse der monatlichen Trend-Umfrage des DDV aus. Und zweifellos war es ein Börsenjahr, das hintenheraus versöhnlicher erscheint, als zu Beginn. Nach dem Corona-Crash im März und April gingen die meisten Marktteilnehmer von größeren Verlusten aus. Es wurde heftig über charttechnische V, L und W-Konstellationen debattiert. Dass sich die Märkte derart schnell erholen würden, haben nur wenige Experten vorausgesagt.

Um in den zurzeit sehr schwankungsanfälligen Märkten erfolgreich zu sein, nutzen viele Privatanleger Zertifikate und Optionsscheine in der Allokation ihres Depots. Diese Produkte wurden vor allem entwickelt, um die Risiken einer Direktanlage wie Aktien zu verringern und um Erträge zu optimieren. Und was der Mehrheit der Teilnehmer in diesem Jahr gelungen ist, wünsche ich allen anderen für das nächste Jahr.

DDV, Lars BrandauEin Beitrag von Lars Brandau

Er ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) dessen Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war Lars Brandau unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv tätig; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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