Warum der Wachstumskurs von Lindt & Sprüngli ungebrochen bleibt

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Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie verbringen die Menschen deutlich mehr Zeit zu Hause. Um sich das Leben dabei zu versüßen und den Corona-Frust etwas abzumildern, wurde dabei offenbar auch öfters mal zu Schokolade und Pralinen gegriffen. Zumal Schokolade auch eine gute Nervennahrung ist, durch die das Arbeiten per Home Office erträglicher wird.

Das bescherte Lindt & Sprüngli (WKN: 870503 / ISIN: CH0010570767) im vergangenen Jahr blendende Geschäfte. Der in Kilchberg am Zürichsee ansässige Premium-Schokoladen-Hersteller hat seine Profitabilität im Geschäftsjahr 2021 nach der Delle im Vorjahr wieder deutlich verbessert und den Umsatz wesentlich gesteigert.

Starkes Wachstum im ersten Halbjahr 2022

Die starke Geschäftsentwicklung setzte sich auch im laufenden Jahr fort. Wie Lindt & Sprüngli Ende Juli berichtete, wurden im ersten Halbjahr 2022 Schoggihasen, Lindorkugeln, Pralinés & Co. im Wert von rund 2,0 Mrd. Schweizer Franken verkauft. Das entsprach laut Lindt & Sprüngli auf Jahressicht einem organischen Zuwachs von 12,3 Prozent.

Die Nachfrage nach Premium-Schokolade steigt weltweit immer weiter an – nicht nur zu Ostern. Lindt & Sprüngli gehört dabei zu den größten Profiteuren, wie die Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr 2022 zeigen. (Bildquelle: Lindt)

Wie Lindt & Sprüngli erklärte, hatte sich der positive Wachstumstrend der weltweiten Schokoladenmärkte in den vergangenen Monaten unverändert fortgesetzt. Die beiden Wachstumshaupttreiber sind Lindt zufolge etwa zu gleichen Teilen Volumenwachstum und Preiserhöhungen gewesen. Dabei habe das Unternehmen vor allem im Premiumsegment eine überdurchschnittliche Steigerung festgestellt, wovon Lindt als führendes Unternehmen profitiert habe. Außerdem sollen in allen Regionen Marktanteile gewonnen worden sein.

„Der große Einsatz unserer mehr als 14 000 Mitarbeitenden, der klare Fokus auf Premium-Qualität und Konsumentenbedürfnisse, die Lancierung innovativer Produkte und die weitere geografische Expansion der Distribution waren erneut die Grundpfeiler für diesen Erfolg.“

Lindt wird immer profitabler

Beim operativen Gewinn (EBIT) wurde im ersten Halbjahr 2022 im Jahresvergleich ein Anstieg um rund ein Drittel auf 185,2 Mio. Schweizer Franken verbucht. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 7,7 auf 9,3 Prozent. Unter dem Strich wurde ein Reingewinn von 138,4 Mio. Franken eingefahren, womit sich ein Plus von 36,2 Prozent errechnete.

Mit den neuesten Geschäftszahlen konnte Lindt & Sprüngli die Analysten-Prognosen bei allen Kennziffern toppen. Und das, wie der Konzern erklärte, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie Lieferketten-Engpässen bei Roh- und Verpackungsmaterial, steigendem Inflationsdruck, Kostensteigerungen bei Energie und Logistik und den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs.

Erlösprognose angehoben

Wegen der sehr starken Geschäftsentwicklung wurde die Prognose für das Gesamtjahr 2022 nach oben angepasst. Die Erlöse sollen von bisher sechs bis acht auf nun acht bis zehn Prozent zulegen. An der bisherigen Prognose zur Profitabilität (operative Gewinnmarge: 15 Prozent) wird dagegen weiter festgehalten.

An der Börse konnte Lindt & Sprüngli langfristig voll überzeugen. Die Aktie notiert bereits seit dem Finanzkrisenjahr 2009 in einem übergeordneten Aufwärtstrend und legte seitdem im Schnitt um 16 Prozent jährlich zu.

Der Aufwärtstrend dürfte sich fortsetzen

Dabei markierte die Lindt & Sprüngli-Namensaktie, die zu den optisch teuersten Aktien der Welt gehört, zuletzt im Dezember 2021 ein neues Rekordhoch bei 12.770 Schweizer Franken, woraufhin der Kurs bis zum Juni 2022 auf 8.910 Franken zurücksetzte. Inzwischen konnte sich der Kurs aber wieder auf zeitweise rund 10.300 Franken erholen.

Wegen der starken Geschäftsentwicklung und des positiven Ausblicks dürfte sich der langfristige Aufwärtstrend fortsetzen. In diesem Fall stellt sich das nächste Kursziel auf das jüngste Rekordhoch bei 12.770 Franken.

Wer als Anleger nicht nur auf Lindt & Sprüngli setzen möchte, kann mit einem Partizipationszertifikat (WKN: VL4JU8 / ISIN: DE000VL4JU82) auf den Swiss Research Basket mit nur einem einzigen Produkt gleich an der Entwicklung von mehr als 30 ausgewählten Schweizer Aktien partizipieren. Dazu gehören neben Lindt & Sprüngli beispielsweise auch Nestlé, der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan und die Bank UBS.

 

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