Nach der rasanten Achterbahnfahrt der vergangenen Tage, zeigt sich der DAX am Freitag nur wenig bewegt. Während Investoren die Nachricht erreicht, dass das griechische Parlament die Sparauflagen für das dritte Hilfspaket abgesegnet hat, drücken die schwächer als erwartet ausgefallenen BIP-Daten für die Eurozone im zweiten Quartal auf die Stimmung.
Themen der aktuellen Presseschau sind u.a. die Schulden der USA, die Staatsinsolvenzmöglichkeiten in der Eurozone, die Organisation es Brexit, der deutsche Wohnungsmarkt, die Zahlen von N26 sowie die Lage bei Rohöl. Unternehmensseitig richtet sich der Blick u.a. auf Daimler, Commerzbank, Osram, RIB Software, Airbus, Credit Suisse, Nestlé, National Bank Of Greece, Spotify, Apple.
Der US-Immobilienmarkt legt wieder kräftig zu, in einem Tempo, welches ungesund ist und sehr schnell zu einer Blasenbildung führen könnte. Nun wird sich der ein oder andere sicherlich fragen "Hm?? Hatten wir das nicht schon mal?" Richtig! Allerdings ist es schon 6 lange Jahre her. Und in der Zeit kann natürlich viel passieren und ebenso viel vergessen werden!
Auf der Zinsseite wird das strukturelle Niedrigzinsniveau auf absehbare Zeit bestehen bleiben. An den Aktienmärkten sind viele positive Entwicklungsmöglichkeiten wohl schon in diesem Jahr in die Notierungen eingeflossen und haben für die überraschend deutlichen Kursgewinne gesorgt. Der konjunkturelle Abschwung schlägt sich hingegen kaum in den derzeitigen Aktienkursen nieder.
Trotz der Unkenrufe Trumps findet die Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 statt. Am gleichen Tag werden auch alle Mitglieder des Repräsentantenhauses und 35 Senatoren neu gewählt. Laut aktuellen Umfragen könnten die Demokraten mindestens Abgeordneten- und Weißes Haus erobern. An der Börse werden bereits die Folgen möglicher Wahlergebnisse diskutiert.
Dass die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen wieder fallen, lässt die Aktienmärkte aufatmen. Der DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) arbeitete gestern pflichtbewusst das charttechnische Ziel des Doppeltops ab, das sich am Montag und Dienstag ausgebildet hatte. Ob heute der Turnaround nach oben gelingt, hängt davon ab, ob die Unterstützung bei 13.333 Punkten mit Überzeugung zurückerobert werden kann.
Für den Dow Jones war das eine rundum gelungene Woche, denn die US-amerikanischen Blue Chips arbeiteten sich in kraftvollen Etappen bis auf ein neues Monatshoch.
Lange hatte es gedauert, doch irgendwann musste die Korrektur im DAX und bei anderen wichtigen Indizes kommen. Allerdings konnten sich die Aktienmärkte auch wieder sehr schnell von dem zwischenzeitlichen Kurseinbruch erholen. Der Grund waren die überraschend gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat November, die trotz allen Turbulenzen rund um den Haushaltsstreit, für eine anhaltende Konjunkturerholung in der weltgrößten Volkswirtschaft sprechen. Dabei war es bis zuletzt noch der Fall, dass positive Arbeitsmarktdaten aus den USA, Kursverluste an den Börsen zur Folge hatten, da die Anleger ein vorzeitiges Ende der lockeren Geldpolitik der Fed fürchteten.
Die Aktienbörsen präsentierten sich in der Vorwoche schwach. Der Goldpreis verlor deutlich und bleibt aus Sicht der Point & Figure Charttechnik angeschlagen.