Uniper: Dividende ist nicht alles

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Bildquelle: Pressefoto Uniper

Klare Ansage von Uniper (WKN: UNSE01 / ISIN: DE000UNSE018) am heutigen Donnerstag, Zitat: „Dividende soll bis 2020 um durchschnittlich 25 Prozent pro Jahr angehoben werden“.

Nun ist ein Anstieg der Dividende „an sich“ (Kant) noch nicht zwangsläufig erfreulich aus Aktionärssicht. Wenn dafür Aktiva verkauft werden müssen, wäre das gewissermaßen eine Auszahlung aus der Substanz. Wenn hingegen aus dem freien Cash Flow Dividendenzahlungen erfolgen und dieser freie Cash Flow und die Dividendenzahlungen steigen, ist das üblicherweise erfreulich. Entsprechend koppelt Uniper die oben genannte Ausgabe auch mit einem Ergebnisausblick für 2018.

Uniper-Chart: boerse-frankfurt.de

Ausblick 2018 bereinigtes Ebit von 0,8 bis 1,0 Mrd. Euro

Zwar nicht im Hinblick auf den freien Cash Flow, aber auf das bereinigte Ebit (Ebit = Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Dieses soll demnach bei 0,8 bis 1,1 Mrd. Euro liegen. Die Dividendenzahlung soll im Bereich von insgesamt 310 Mio. Euro liegen. Bis 2020 soll es dann einen Anstieg der Dividende um genannte durchschnittlich 25 Prozent geben. Dies impliziert, dass auch das Ebit entsprechend weiter steigen wird – es wird aber in der entsprechenden Meldung nicht explizit gesagt bzw. geschrieben. Nun, bei Uniper waren in den vergangenen 12 Monaten die Kursgewinne (rund +108 Prozent auf Jahressicht) für die Aktionäre wahrscheinlich wichtiger als die Dividende.

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig. Seine kostenlosen Newsletter können Sie hier abonnieren. Weitere Informationen unter: www.vaupels-boersenwelt.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Uniper


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