Bildquelle: Pressefoto Ove Arscholl / Nordex

Der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) hat eine schwierige Zeit hinter sich. Für die Nordex-Aktie ging es in den vergangenen Jahren teilweise sehr steil nach unten. Zuletzt konnte sich die Auftragslage jedoch endlich erholen, der Aktienkurs ebenso. Allerdings bleibt die Frage, ob das TecDAX-Unternehmen nun wirklich aus dem Gröbsten raus ist oder ob Anleger weitere negative Überraschungen befürchten müssen.

Trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds im Bereich Windenergie, insbesondere in Deutschland, und zwischenzeitlicher Börsenturbulenzen, die häufig Nebenwerte besonders hart treffen, konnte die Nordex-Aktie im bisherigen Jahresverlauf eine erfreuliche Kursperformance an den Tag legen. Das Papier gehört zu den eher positiven Erscheinungen im TecDAX. Die zwischenzeitliche Kursrallye hatte Nordex vor allem einigen positiven Nachrichten im Auftragsbereich zu verdanken. Das Geschäftsjahr 2018 begann wesentlich besser als das vergangene aufgehört hatte.

Am 5. April hieß es bereits von Unternehmensseite, dass das erste Quartal 2018 mit einem erhöhten Auftragseingang abgeschlossen worden sei. Das Volumen der fest vereinbarten Neuaufträge stieg auf 1.007,5 Megawatt, nach lediglich 368,0 Megawatt im Vorjahreszeitraum. Besonders interessant ist dabei der Blick auf den Nachfrageanstieg in Europa von gerade einmal 83 Megawatt im Vorjahr auf nun rund 505 Megawatt. Die stärksten Einzelmärkte in Europa waren die Türkei, Frankreich und Schweden. Am 24. April vermeldete das Unternehmen zudem, dass ein neuer Auftrag in Südafrika gewonnen werden konnte.

Während man sich bei Nordex zuletzt über eine Erholung der Auftragslage freuen konnte, bleibt die Frage, ob diese Dynamik nun auch im weiteren Jahresverlauf an den Tag gelegt werden kann. Die gesamte Windenergiebranche hat derzeit mit Herausforderungen zu kämpfen. Die Branchenvertreter müssen sich erst einmal auf eine Situation einstellen, in der staatliche Subventionen für die Windenergie heruntergefahren werden. Nordex gehört eher zu den kleineren Branchenvertretern, so dass sich das Unternehmen weniger Fehler erlauben darf als die finanzkräftigere Konkurrenz. Außerdem wirkt der deutliche Anstieg beim Auftragseingang im ersten Quartal besonders beeindruckend, da der Vergleichswert aus dem Vorjahr sehr klein ist.

Schließlich bleiben die Aussichten für das Gesamtjahr 2018 nicht gerade rosig. Das Management hatte einen Umsatzrückgang auf 2,4 bis 2,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt, nach 3,08 Mrd. Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge soll von 7,9 auf 4 bis 5 Prozent schrumpfen. Zwar will das Unternehmen mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen gegensteuern, doch die Umsetzung solcher Maßnahmen kostet zunächst Geld. Es ist nicht sicher, ob Anleger die entsprechende Geduld aufbringen werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Nordex-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DS3ANW) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,74, die Barriere bei 8,25 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS1MS8, aktueller Hebel 3,89; Barriere bei 10,70 Euro) auf fallende Kurse der Nordex-Aktie setzen.

Stand: 30.04.2018/ Ein Gastkommentar von Christian-Hendrik Knappe, db x-markets

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