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Die Panikverkäufe italienischer Anleihen haben heute aufgehört. Die Frage ist jetzt, ob es das schon war oder ob wir uns nur im Auge des Sturms befinden. Eine relativ erfolgreich durchgeführte Auktion italienischer Staatsanleihen beruhigte die Gemüter. Das half den Aktienmärkten, die gestrige Volatilitätsspitze vorerst hinter sich zu lassen.

Für italienische Staatsanleihen erhält man auf Sicht von zehn Jahren drei Prozentpunkte höhere Zinserträge pro Jahr als für vergleichbare Bundesanleihen. Am Ende wird die Europäische Zentralbank ohnehin einen guten Teil dieser Papiere auf dem Sekundärmarkt kaufen. Das stützt und sorgt dafür, dass die Risikobereitschaft der Anleger nicht völlig verschwunden ist.

Der Deutsche Aktienindex hat seinen Rücksetzer bis auf 12.650 Punkte absolviert. Dort lag seit April ein wichtiger Widerstand, der Anfang Mai gebrochen wurde. Dass die Märkte an solche Ausbruchsmarken erneut zurückkehren, ist normal. Problematisch und mit weiteren Kursverlusten einhergehend wäre allerdings ein Rückgang darunter.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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