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Die Eskalation im Handelsstreit ist gefühlsmäßig immer nur einen Tweet entfernt. Diese Sorge hat heute den Deutschen Aktienindex mit schwächeren Vorgaben aus New York wieder einen Teil seiner Vortagesgewinne gekostet. Aber auch der Euro machte einen Teil seiner gestrigen Verluste wieder wett, was auch etwas Dynamik aus dem deutschen Markt nahm.

Heute kam es zeitweise zu dem seltenen Phänomen, dass der DAX zunächst weiter stieg, während die US-Futures stramm nach unten liefen. Das beobachtet man selten. Aber es hat gezeigt, dass einige euphorische Käufer am Vormittag noch darauf gesetzt haben, dass der DAX an die gestrigen Tagesgewinne anknüpfen kann. Das stellte sich im Tagesverlauf allerdings als Trugschluss heraus.

Zu schwach sind die US-Vorgaben und zu naheliegend die Versuchung, vor dem Wochenende noch ein paar Gewinne mitzunehmen. Die nächste Stufe der Sommerrally zündet erst über 13.151 Punkten. Die Belastungen kommen jetzt von der Wall Street, die in dieser Woche ein Trendwendemuster nach unten aktivierte.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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