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Noch überwiegt an der Börse die Hoffnung, dass die jüngste Eskalation gegenseitiger Zoll-Androhungen so endet wie in den Wochen zuvor, in einem gegenseitigen Aufeinander zugehen und miteinander Sprechen. Der Handelsstreit aber bleibt das Damoklesschwert, unter das sich Anleger stellen und dessen Herabfallen sie befürchten müssen, wenn sie jetzt einsteigen.

Die Gewinnwarnung von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) ist so eine der Furchen, die der Konflikt bereits sichtbar hinterlassen hat. Vollkommen sorglos geht es dagegen bei amerikanischen Technologieaktien zu. Maximales Wachstum mit zumindest erwarteten geringen Ansteckungsgefahren eines möglichen Handelskrieges locken hier die Investoren an.

Am deutschen Aktienmarkt ist wirkliche Brandgefahr erst angezeigt, wenn der DAX unter 12.544 Punkte abtaucht. Die ersten Käufer wagen sich jetzt schon wieder aus der Deckung und nutzen die gestrige Stabilisierung, um wieder vorsichtig einzusteigen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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