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Es brennt! Und zwar lichterloh! Vor allem im deutschen Strafraum, wie Fußball-Deutschland am Sonntag in erstaunlich lange dauernden 90 Minuten Spielzeit miterleben musste. Aber auch im Mittelfeld herrscht Alarm, und in der Offensive – früher, in besseren Zeiten auch gerne „Sturm“ genannt – sowieso! Da lodert es geradezu, haushoch schlagen die Flammen über den hochdotierten Weltmeister-Darstellern zusammen. Aber wir haben ja zudem noch einen zweiten Brandherd, und jetzt meine ich ausnahmsweise nicht den Mann im Weißen Haus selbst, wobei der natürlich in seiner neuen Hauptrolle als Dynamiten-Donald für all das Schlamassel verantwortlich ist. Außer das fußballerische natürlich, das haben die Herren vom DFB schon selbst zu verantworten. Nein, wir reden hier vom Parkett, und da spielt der US-Präsident nicht nur mit dem Feuer, er legt es! Der Handelskrieg gegen China im Besonderen und den Rest der Welt im Allgemeinen eskalierte in dieser Woche dergestalt, dass wir die Übersicht darüber, welche Stufe der Gegenzölle gerade gezündet wurde, bereits verloren haben. Ist auch ganz und gar unerheblich, denn die Wirkung auf die Märkte war so oder so ausgesprochen unerfreulich:

Leistungssteigerung erforderlich

Auf breiter Front rauschten die Kurse in die Tiefe, wobei das diesmal nicht einfach nur so daher gesagt ist. Der DAX beispielsweise musste in dieser Handelswoche bislang drei Verlusttage verbuchen, wobei sich in der Summe knapp 4 Prozent an Kurswert in Rauch auflösten. Geringfügig stabiler präsentierte sich die Wall Street, doch auch da dominierten eindeutig die roten Vorzeichen, die den Dow Jones um 2,5 Prozent und den S&P 500 um 1,1 Prozent ins Minus drückten. Schwieriges Marktumfeld auch im Rohstoffsektor: Der Goldpreis büßte leicht ein, Rohöl pendelt irgendwo um die Performance-Nulllinie, mal drüber, mal drunter. Kupfer, der klassische Konjunktur-Indikator, muss aktuell knapp 3 Prozent Wettverlust vermelden. Dünn das Eis bei den Devisen – der Euro oszillierte in dieser Woche um die 1,16er-Marke und wartet auf neue Long-Impulse (die im Übrigen erst nach einem Ausbruch über 1,18 USD in den Markt kämen – wenn überhaupt!). Freuen konnte sich eigentlich nur, wer ohnehin lieber am Anleihemarkt unterwegs ist, denn die Kurse von Euro-Bund Future & Co legten für ihre Verhältnisse ordentlich zu; +0,8 Prozent sind da schon ein respektables Wochenergebnis! Davon können die deutschen Blue Chips jedenfalls nur träumen, die erwischte es zum Teil richtig derb: die Autobauer beispielsweise. Da wurden Vorstände verhaftet (Audi), Gewinnwarnungen herausgegeben (Daimler) oder einfach nur wie das Kaninchen vor der Schlange auf die nächste Volte des Feuerteufels in Washington gewartet (BMW), unter dem Strich hatten alle drei dann aber doch etwas gemeinsam, und das waren neue Jahrestiefs! Tja. Viel mehr gibt es dazu im Moment auch gar nicht zu sagen. Eine Leistungssteigerung muss her. In Sotschi am morgigen Samstag, und auf dem Parkett in der kommenden Woche. Sonst wird das nix, mit dem Weiterkommen!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

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