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Also ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber – mir ist warm! Um nicht zu sagen heiß, ich schwitze! Ja, ich weiß, es gibt natürlich Menschen (so wie die hoch geschätzte Kollegin Klein, die bei Temperaturen unter 20° Celsius durchaus schon mal den Daunenmantel herausholt, weil sie fröstelt), die bei diesen hochsommerlichen Temperaturen morgens jauchzend aus dem Bett springen und über Mittag gerne in der prallen Sonne liegen. Ich gehöre nicht dazu. Aus welcher nordischen Ecke meine Vorfahren auch gekommen sein mögen, ich sehne mich nach dort. Und beantrage hitzefrei, so wie früher, wenn der Rektor die knarzende alte Lautsprecheranlage anwarf und mit krächzender Stimme „Liebe Schülerinnen und Schüler, aufgrund der Witterung endet der Unterricht heute um 11 Uhr“ ins Mikrofon bellte. Ja, das waren noch Zeiten! Und ich wette, an die erinnerten sich in dieser Woche so einige. Auch auf dem Parkett, denn da ging es ebenfalls heiß (und hoch!) her. (Merken Sie was? Das war die 1A-Überleitung, damit wir endlich zum Thema kommen). Der „Hottie“ der Woche war dabei zweifellos Tim Cook, CEO des heißesten Anwärters auf den Titel „One Trillion Baby“. Gemeint ist natürlich der Mega-Kurssprung, den Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) ab Mittwoch nach Zahlen (wie banal das klingt, das waren natürlich die ultra-mega-super-besten-Quartalszahlen ever, versteht sich!) vollführte. Und am Donnerstag tatsächlich als erstes Privatunternehmen der Welt die magische Eine-Billion-Börsenwert-Marke knackte. Man konnte jedoch auch aus ganz anderen Gründen ins Schwitzen kommen:

Tauchstation

Denn plötzlich war das Thema Handelskrieg wieder da. Tauchte aus der Versenkung auf wie die alte Aseler Brücke im Edersee. Donald Trump – wer auch sonst – brachte die Diskussion erneut aufs Tapet, nachdem die Sanktionen gegen die Türkei das präsidiale Mütchen offenbar nicht ausreichend kühlen konnten. Diesmal sollen es Strafzölle in Höhe von 25% auf Einfuhren aus China im Wert/Volumen von 200 Milliarden US-Dollar sein. Ja, da freuen sich die Börsianer, und die Anleger, Heidewitzka, Herr Präsident, das hat uns grade noch gefehlt! Für den DAX ging es jedenfalls direkt mal auf Tauchstation und unter den GD200 sowie die 12.600er-Schlüsselhaltestelle zurück. Gut, gerade noch hatten wir um etwas Abkühlung gebeten – ABER SO WAR DAS NICHT GEMEINT! Die Kursgewinne/Erholung aus der Vorwoche ist jedenfalls dahin, und angesichts der saisonalen Schwäche der Aktienmärkte im August (im deutschen Leitindex beträgt das durchschnittliche Minus im achten Monat auf dem Kalenderblatt rund 2,19%, im September kommen dann noch mal 2,32% im Schnitt on top, wie das heute auf neudeutsch heißt) dürften sich die Blue Chips schwertun, an die alten Erfolge anzuknüpfen. Schade, sah doch grade noch so gut aus. Was da hilft? Eine kalte Dusche. Und der Blick auf die Wetteraussichten. Die sagen nämlich ein Ende der Hitzewelle voraus. Sie sehen – es besteht noch Hoffnung!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

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