Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Entspannung ist heute am deutschen Aktienmarkt angesagt. Auch nach dem Kursrutsch von gestern ist der Deutsche Aktienindex aus technischer Sicht mittelfristig noch als neutral einzustufen. Bricht er allerdings die Unterstützungszone bei 12.100 bis 12.000 Punkten, sieht es düster aus. Ansonsten kann er sich in den nächsten Wochen wieder an die obere Begrenzung der Seitwärtsspanne herantasten. Diese liegt zwischen 12.600 und 12.700 Punkten. Erst außerhalb dieser Grenzen ist mit einer neuen Trendaufnahme zu rechnen.

Die türkische Regierung ist bemüht, die entfachten Feuer auszutreten und etwas zu tun, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Das hilft, auch weil es Leerverkäufer aus ihren Wetten gegen die Lira treibt. Wirtschaftlich wird es noch ein langer Weg bis zur Lösung der Probleme. Das gleiche gilt für China. Die Volksrepublik hat ihre Schuldenquote binnen zehn Jahren von 141 auf 300 Prozent erhöht. Echte Entspannung wird es auch da nicht geben. Solange US-Zinsen und Dollar steigen, hält der Druck auf die Schwellenländer an.

Dass die Krisenwährung Gold ausgerechnet jetzt stark fällt, ist verständlich. Immerhin brauchen die traditionellen Goldkäufer wie die russische oder chinesische Zentralbank das Geld gerade dringend, um ihre Währungen zu stützen, statt Gold zu kaufen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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