Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Eine Stabilisierung des Deutschen Aktienindex auf dem aktuellen Niveau wäre schon die halbe Miete. Wenn Investoren nach dem Kursrutsch in der vergangenen Woche einfach wieder kaufen und in den Markt zurückgehen, wären die, die auf fallende Kurse gesetzt haben, plötzlich auf der falschen Seite positioniert. Ein Short-Squeeze wäre die Folge.

Der neuralgische Punkt, der aus rein pragmatischen Gründen derlei Anpassungen erzwingen könnte, liegt bei 12.460 Punkten. Der DAX ist heute haarscharf an dieser Marke vorbeigeschrammt. Ob sich die Bullen jetzt ein Herz nehmen, wird wohl vor allem mal wieder an Washington und den Nachrichten von dort liegen. Die Wall Street stärkt dem DAX den Rücken. Die Amerikaner könnten bei guten News aus dem Handelsstreit den Schneid haben, auf neue Rekordhochs zu steigen.

Ohne solche Signale ist es kaum zu erwarten, dass die Bullen im DAX den Mumm in den Knochen haben, nach oben durchzulaufen. Es ist dem DAX aber zu Gute zu halten, dass die Käufer den zweiten Tag in Folge die Flinte nicht ins Korn geworfen haben und auf der Käuferseite parat standen, um einzusteigen. Das ist ein gutes Zeichen. Die Käufer lassen sich gerade nicht kleinkriegen. Über 12.460 Punkten droht die Situation, dass die Leerverkäufer sprichwörtlich ins Leere gegriffen haben.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalystbei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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