Bildquelle: Pressefoto © Continental

Die Autobranche steht dank der Dieselaffäre deutschlandweit in der Kritik. Starke Absatzzahlen können da nicht hinwegtäuschen. Nun musste der Zulieferer Continental (WKN: 543900 / ISIN: DE0005439004) abermals seine Prognose senken. Der daraus resultierende Kurssturz verdeutlicht die Verunsicherung der Anleger. Bleibt die Frage, ob das nun alle schlechte Nachrichten waren? Sicher ist aber auch: Die Börse läutet nicht zum Einstieg.

Reduzierte Umsatzerwartungen, Kostensteigerungen und Gewährleistungsfälle führen demnach im dritten Quartal 2018 zu einem Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt). Aus heutiger Sicht wird für den Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2018 mit einem Umsatz in Höhe von rund 11 Mrd. Euro und einem bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) in Höhe von mehr als 700 Mio. Euro auf Konzernebene gerechnet.

Im Gesamtjahr soll der Konzernumsatz vor Wechselkurseffekten bei rund 46 Mrd. Euro. Bisher waren 47 Mrd. Euro kommunizirt worden. Die bereinigte operative Ergebnismarge (EBIT bereinigt) wird nach der Änderung bei mehr als 9 Prozent liegen. Bisher lautete die Prognose auf mehr als 10 Prozent – bis April sogar bei 10,5 Prozent.

Neben den Wechselkurseffekten steht für Anleger vor allem der angekündigte Konzernumbau – der größte der Firmengeschichte – im Blickpunkt. Der DAX-Konzern will sich dabei in eine Reifen-, eine Autozuliefer- und eine Antriebsstrang-Sparte aufspalten. Nachdem der Kurssturz das Votum der breiten Anlegerschaft klar zum Ausdruck brachte, sprachen auch die Analysten. Teilweise vorsichtig, teilwesie auch sehr deutlich. Während etwa die DZ Bank die Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft und den fairen Wert je Aktie von 228 auf 160 Euro reduziert hat, bleibt die NordLB bei „Halten“ und senkt das Kursziel von 200 auf 170 Euro. Dagegen bleibt die Privatbank Berenberg („Sell“) bei ihrer pessimistischen Einschätzung, senkte das Kursziel aber nur von 190 auf 180 Euro.

Alles in allem ist die abermalige Prognoseanpassung kein gutes Signal für die Aktie – zumindest kurzfristig. Der heutige Absturz könnte aber durchaus eine Chance auf einen günstigen Einstieg in eine Zukunftsaktie darstellen. Sowohl beim Thema Autonomem Fahren als auch bei der Elektromobilität ist Continental gut aufgestellt und Reifen und das restliche Zuliefergeschäft werden ebenfalls zukünftig gebraucht. Wenn dann der Umbau des Konzerns noch erfolgreich verläuft, dürften Anleger bald wieder Freude mit Conti haben.

Alternativ zu einer Direktanlage bietet sich Ihnen auch ein Vontobel Long Mini Future auf Continental (WKN: VZ1HCY / ISIN: DE000VZ1HCY2) an. Wer jedoch bei Continental weiter auf fallende Kurse setzen möchte, hat mit einem entsprechenden Vontobel Short Mini Future auf die Aktie des Automobilzulieferers (WKN: VA5UWC / ISIN: DE000VA5UWC9) die Gelegenheit dazu.

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[…] und Beiersdorf (WKN: 520000 / ISIN: DE0005200000). Dagegen geht der Ausverkauf nach der gestrigen Gewinnwarnung bei Continental […]

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[…] Dabei dürften Anleger vor allem froh sein, dass sich die Continental-Aktie nach den infolge der Gewinnwarnung des Reifenherstellers und Automobilzulieferers erlittenen Kursstürzen ein wenig erholen […]

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[…] Unternehmensseitig gehörte Continental die größte Aufmerksamkeit. Der Automobilzulieferer und Reifenhersteller schockte Investoren mit einer Gewinnwarnung, woraufhin die Continental-Aktie regelrecht abstürzte. Zum Ende der Woche kamen Investoren aber offenbar zu dem Schluss, dass sie überreagiert haben könnten. Das Papier konnte sich etwas erholen. Der Kurssturz war für manchen langfristig orientierten Anleger sogar ein Weckruf. […]