Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Die Aktie von Bayer (WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017) war lange Zeit ein Schwergewicht im Deutschen Aktienindex DAX. Doch die Übernahme von Monsanto und die jüngsten juristischen Auseinandersetzungen um Glyphosat haben Bayer diesen Status geraubt. Die Aktie ist inzwischen so günstig wie 2013. Und ein Ende der Abwärtsbewegung ist scheinbar nicht in Sicht.

Immer mehr Anleger werfen mit Blick auf die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte die Frage auf: Hat Bayer einen schweren Fehler begangen? Inzwischen beantworten nicht wenige Anleger diese kurz und knapp mit: Ja!

Nach dem ersten Glyphosat-Urteil mit einer Schadenersatzzahlung von 289 Mio. US-Dollar werden noch weitere ähnliche Urteile zum Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ erwartet. Mehrere hundert Verfahren sind derzeit USA-weit anhängig. Wenn man das hochrechnet, kommt man schnell auf gewaltige Summen, die den Jahresgewinn von zuletzt 7,3 Mrd. Euro rasch dahinschmelzen lassen. Doch soweit muss es nicht kommen. Das Urteil aus Kalifornien kann nicht eins zu eins übertragen werden. Stattdessen dürfte Bayer versuchen mit außergerichtlichen Einigungen günstiger davon zu kommen. Das Ergebnis ist allerdings offen.

Beim Blick auf den Chart fällt der Absturz seit dem Allzeithoch im Frühjahr 2015 um über 40 Prozent auf. Langfristigen Anlegern kommt bei diesem Szenario der Lipobay-Skandal vor zwei Jahrzehnten in Erinnerung. Vom Hoch Mitte 1998 ging es bis Anfang 2003 um fast 90! Prozent nach unten. Nun muss man sich allerdings auch das damalige Umfeld mit dem Platzen der Technologieblase in Erinnerung rufen. Schließlich ist Bayer inzwischen ein anderes Unternehmen als damals.

FAZIT. Anleger tun sich zurecht schwer damit, die derzeitigen Chancen der Bayer-Aktie zu bewerten. „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“ lautet eine bekannte Weisheit – mit Blick auf die zahlreichen anhängigen Glyphosat-Verfahren und das erste Urteil im Fall des Monsanto-Produks Roundup ist Vorsicht geboten. Allerdings hat die Aktie bereits erheblich die Folgen eingepreist. Mit einem fast einstelligen KGV ist die Aktie inzwischen günstig. Zumal der erhöhte Ausblick auch auf den positiven Entwicklungen abseits von Monsanto beruht.

Wer auf eine Erholung der Bayer-Aktie setzt und sogar gehebelt von Kurssteigerungen der Bayer-Aktie profitieren möchte, kann beispielsweise auf entsprechende Hebelprodukte, wie diesen Vontobel Long Mini Future (WKN: VT68RT / ISIN: DE000VT68RT2), setzen. Für Shorties existieren ebenfalls genügend passende Produkte, wie dieser Vontobel Short Mini Future (WKN: VA5SAT / ISIN: DE000VA5SAT3).

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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

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