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Wie schön, dass wir den heutigen Market Mover direkt mit einer guten Nachricht eröffnen können: die neuen iPhones werden noch größer und noch günstiger! Ja, das ist doch mal eine Meldung! Wobei das mit dem günstiger natürlich sogleich wieder relativiert werden muss, der angepeilte Startpreis von rund 850 Euro für das „Einsteiger-iPhone“ XR mag im Vergleich mit den Hochleistungsboliden XS und XS Max günstig erscheinen, kostet aber immer noch mehr als mindestens 10 Ryanair-Flüge von A nach B. Also, wenn die fliegen. Die weniger guten Nachrichten…puh…wo soll ich da beginnen…vielleicht mit der gerade veröffentlichten Erkenntnis, dass eine dauerhafte Sommerzeit uns alle noch „dicker, dümmer und grantiger“ machen würde. Zu diesem schauderhaften Ergebnis sind zumindest einige Wissenschaftler gekommen, so warnt beispielsweise Professor Till Roenneberg vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität München: „Jedes Land, das das (= die dauerhafte Umstellung auf Sommerzeit, Anmerkung der Redaktion) nicht macht, wird uns akademisch überholen.“ Nun – beim Lesen so mancher Kommentare unter so manchen Videos (wahlweise Posts, Blogs et cetera) beschleicht einen das Gefühl, dass wir akademisch längst überholt sind. Mit der deutschen Sprache scheinen einige jedenfalls schon jetzt überfordert zu sein. Da wird es Zeit für eine Überleitung, und zwar weg von der Germanistik (und allem sonstigen Geschehen, so absurd es auch sein möge), hin zur Börse. Da sträuben sich zwar auch gelegentlich die Nackenhaare, aber meist aus anderen Gründen.

Tendenziell aufwärts

Wobei die in dieser Woche eher selten waren, denn mit den Kursen ging es wieder bergauf. Naja, tendenziell jedenfalls. Und auch mit Verzögerung, denn erst einmal sackte der DAX am Dienstag noch auf ein neues Monatstief bei 11.865 Punkten ab, das war dann zudem der niedrigste Stand seit Anfang April, und da hatten wir bekanntlich gerade erst das Jahrestief gesehen. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass sich die Kurse – trotz des neuen Tiefs – im Bereich von 12.000 Zählern stabilisierten und dort einen Boden ausbildeten, der nun möglicherweise als Sprungbrett für einen Ausflug auf die Oberseite genutzt werden soll. Am Mittwoch reichte es immerhin für einen Schlusskurs oberhalb von 12.000, am Donnerstag hielten sich die Blue Chips gar während der gesamten Sitzung oberhalb der runden Tausender-Marke. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, erreichen wir das amtierende Allzeithoch bei 13.597 Punkten dann irgendwann im kommenden Sommer, mit oder ohne Zeitumstellung. Etwas mehr Tempo macht da die EZB, die den Leitzins zwar bei 0% belässt, die umstrittenen Anleihekäufe ab Oktober tatsächlich um die Hälfte auf 15 Mrd. herunterfährt. Und das Ende der Maßnahme unverändert für Ende 2018 in Aussicht stellt. Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite ist das durchaus eine gute Nachricht! Die weniger gute ist, dass alleine im Rahmen des Anleihekaufprogramms seit März 2015 Papiere im Wert von rund 2,5 Billionen Euro gekauft wurden. Von der EZB. Bleibt zu hoffen, dass sich die Geschichte diesmal nicht wiederholt. Und die Bazooka des Mario Draghi nicht nach hinten losgeht!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

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