Bildquelle: Pressefoto Daimler

Es braucht schon eine ganze Weile, um die Herausforderungen aufzuzählen, mit denen die Automobilhersteller dieser Tage fertig werden müssen. Zu ihnen zählen die Diesel-Problematik, die Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP, der chinesisch-amerikanische Handelsstreit, die erwartete Konjunkturabkühlung in vielen Regionen der Welt, der erste Absatzrückgang am chinesischen Automarkt seit 20 Jahren und natürlich die enormen Investitionen in neue Technologien wie Autonomes Fahren oder Elektromobilität.

Angesichts der Vielzahl an Herausforderungen läuft man schon einmal Gefahr, ein oder zwei von ihnen bei der Aufzählung zu vergessen. Trotzdem sollten Anleger Autowerte nicht automatisch meiden. Schließlich sind die Probleme nicht erst seit gestern bekannt. Diese dürften inzwischen eingepreist sein, zumal es zuletzt die ein oder andere Gewinnwarnung gab. Zudem hat sich angesichts der jüngsten Kursschwäche bei vielen Automobilwerten eine günstige Einstiegsgelegenheit ergeben.

Beispielsweise büßte die Daimler-Aktie (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) in 2018 rund 35 Prozent an Wert ein. Die Aktie notiert derzeit nahe dem 5-Jahres-Tief, das vergangene Woche bei 45,02 markiert wurde. Das wäre gemessen an einem 2019er-KGV von nicht einmal 7 ein günstiger Einstieg. Die Dividendenrendite läge in diesem Fall bei fast 8 Prozent. Und es ist ja nicht so, dass die Schwaben keine Erfolgsmeldungen produzieren könnten.

Die Pkw-Marke Mercedes-Benz sicherte sich 2018 nun schon zum dritten Mal in Folge den Titel des führenden Premiumherstellers. Weltweit wurden 2,3 Millionen Autos verkauft. Gegenüber dem Vorjahr war dies zwar nur ein Anstieg um 0,9 Prozent, trotzdem wurde beim Absatz das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen.

Trotz der vielen Herausforderungen für die gesamte Branche war 2018 bereits das achte Rekordjahr in Folge für Mercedes-Benz. Vielmehr wurde 2018 Jahr mit dem besten Quartal aller Zeiten und einem neuen Dezember-Rekord abgeschlossen. Mit einer Steigerung von über 11 Prozent war China erneut der am absolut stärksten wachsende und der größte Einzelmarkt von Mercedes-Benz.

Während Daimler zuletzt trotz eines schwierigen Marktumfelds bei den Absätzen überzeugen konnte, investieren auch die Schwaben kräftig in Elektrofahrzeuge, das Autonome Fahren und andere vielversprechende Zukunftsbereiche. Außerdem verpasst sich Daimler eine neue Konzernstruktur. Im Vorjahr wurde beschlossen, das Geschäft in drei eigenständigen Sparten neu zu ordnen: Mercedes-Benz AG (Mercedes-Benz Cars & Vans), Daimler Truck AG (Daimler Trucks & Buses) und Daimler Mobility AG (Financial Services AG). Auf diese Weise könnte Daimler in Zukunft noch schneller und flexibler auf die nicht wenigen Herausforderungen in der Autobranche reagieren.

Wer bullish eingestellt ist, sich jedoch nicht gleich die Daimler-Aktie ins Depot holen möchte, kann auf entsprechende Long-Produkte wie das Faktorzertifikat 5x Long auf Daimler von Morgan Stanley (WKN: MF1GDZ / ISIN: DE000MF1GDZ4) zurückgreifen.

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

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