Der Donnerstag an der Börse

Die Iran-Frage bleibt ungeklärt | Neue Rezessionssorgen

Bildquelle: markteinblicke.de

Nach der gestrigen Erholung zeigen sich die US-Futures am heutigen Donnerstag erneut schwächer. Neben den höheren Energiepreise sowie der ablehnenden Haltung im Iran gegenüber Friedensverhandlungen kommen immer Rezessionssorgen als Belastungsfaktor hinzu.

Heard in New York

Gestern hatte der NASDAQ Composite mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 21.929 Punkte geschlossen, während der S&P 500 um 0,5 Prozent auf 6.591 Zähler zulegen konnte. Im Dow Jones Industrial Average lag das Plus bei 0,7 Prozent auf 46.428 Punkte.

Nachdem gestern ein 15-Punkte-Plan für Hoffnungen auf Frieden gesorgt hatte, sagte nun der iranische Außenminister Abbas Araghchi laut Reuters, dass ein Austausch von Botschaften zwischen den beiden Ländern über Vermittler „keine Verhandlungen mit den USA” bedeutet.

Einen immer stärker werdenden Belastungsfaktor stellen die zunehmenden Rezessionsängste dar. Zumal die Verbraucherstimmung bereits vor dem Iran-Krieg getrübt war. Jetzt kommen weiter steigende Energiepreise sowie die Unsicherheiten über Friedensverhandlungen hinzu.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen zeigten sich am heutigen Donnerstagmorgen angesichts der Verwirrungen um mögliche Verhandlungen mit dem Iran sowie höherer Energiepreise schwächer. Der japanische Nikkei 225 verlor zuletzt 0,3 Prozent auf 53.603 Zähler.

So steht´s um den DAX

Heute legt der DAX den Rückwärtsgang ein. Zumal neben den Iran-Entwicklungen auch mit Blick auf die Charttechnik weitere Warnsignale hinzukommen. Die Analysten bei der Helaba verweisen darauf, dass das Barometer gestern Kursgewinne erzielt habe, aber die Gapgrenze (23.180) wieder nicht überwinden konnte. Das mahne zur Vorsicht, auch weil sich die Indikatorenlage kaum aufgehellt hat.

„Stochastic und MACD liegen noch immer unter den Signallinien und auch der DMI ist ein Kaufsignal schuldig geblieben, auch wenn der ADX nicht mehr ansteigt. Neuerliche Rücksetzer können nicht ausgeschlossen werden. Wichtig wäre in diesem Fall, die Haltezone dicht unter 22.000 nicht zu unterschreiten. Widerstände jenseits der Gapgrenze sind bei 23.719 (21T) und bei knapp 24.000 zu finden“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand: 26.03.2026, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Nach dem November-Tief bei 22.943 sollte der deutsche Leitindex im nächsten Schritt auch über die 23.000er-Marke ausbrechen. Oberhalb des Tageshochs vom Montag (23.179) müsste dann das offene Gap vom vergangenen Donnerstag bei 23.502 vollständig geschlossen werden, wobei es in diesem Zusammenhang auch über die beiden März-Tops aus dem Vorjahr bei 23.476 hinausgehen sollte. Darüber würden dann das Vorwochenhoch (23.957) und die 24.000er-Barriere mit der langfristigen 200-Tage-Linie (aktuell bei 24.120) warten.

Das Short-Szenario: Fällt der DAX indes erneut unter das Novembertief zurück, ließe sich der erste Halt nun am gestrigen Tagestief bei 22.816 Punkten antragen. Darunter könnte das gestrige Aufwärts-Gap bei 22.637 Zählern geschlossen werden, ehe ein neuerlicher Rücksetzer an die 22.000er-Marke oder das aktuelle Jahrestief bei 21.864 denkbar wäre. Etwas tiefer könnte anschließend auch die offene Kurslücke vom 23. April zwischen 21.723 und 21.294 Punkten geschlossen werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ2W8X 20.241,19 8,54
Turbo OS UQ9VKT 21.111,37 12,59
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UP3BBV 25.603,60 8,52
Turbo OS WA0NEP 24.730,23 12,57

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 26.03.2026, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Neben GfK Konsumklima schauen Anleger heute Nachmittag auch hierzulande auf die wöchentliche US-Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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