Der Dienstag an der Börse

Gewinnmitnahmen im Technologiesektor | Fehlende Trendstärke im DAX

Bildquelle: markteinblicke.de

Während der Dow Jones Industrial Average den gestrigen Montaghandel im Plus beenden konnte, sorgten Gewinnmitnahmen im Technologiebereich für Kursverluste im S&P 500 und NASDAQ Composite.

Heard in New York

Investoren zogen sich am Montag aus den Aktien der sogenannten „Magnificent Seven“ zurück. Die Aktie von Amazon fiel um fast 5 Prozent, während Meta Platforms 2 Prozent verlor. Die Anteile von Alphabet gaben um 5 Prozent nach und verzeichneten damit ihren schlechtesten Handelstag seit mehr als einem Jahr.

Hintergrund waren zunehmende Sorgen über einen „Brain Drain“, also eine Abwanderung von Talenten, nachdem zwei prominente Forscher im Bereich Künstliche Intelligenz zu Konkurrenzunternehmen gewechselt waren.

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk verlor 16 Prozent und schloss damit bereits den dritten Handelstag in Folge im Minus. Alles in allem lag der S&P 500 zum Ende des gestrigen Montagshandels mit 0,4 Prozent im Minus bei 7.473 Punkten, während der NASDAQ Composite um 0,3 Prozent auf 26.166 Punkte zurücksetzte.

Konnichiwa Tokio!

Der Ausverkauf bei US-Techs wirkt sich am Dienstagmorgen negativ auf den Börsenhandel in Asien aus. Der südkoreanische KOSPI verliert zeitweise mehr als 6 Prozent an Wert, während der japanische Nikkei 225 zuletzt um 3,6 Prozent auf 69.788 Punkte zurücksetzte.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Dienstag schwächer. Die Analysten bei der Helaba verweisen aber darauf, dass man auf der Habenseite verbuchen könne, dass es gestern gelungen sei, sich oberhalb der 21-Tagelinie (24.884) zu halten.

„Kritisch zu sehen ist, dass erneut ein Anstieg über die alten Hochs bei 25.406/438 ausgeblieben ist. Das Indikatorenbild ist zwar nicht als belastend einzustufen, idealtypisch konstruktiv ist es aber ebenfalls nicht. RSI und ADX deuten auf eine fehlende Trendstärke hin und so sollte das Kaufsignal des DMI nicht überbewertet werden“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand: 23.06.2026, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Für eine Bestätigung der Rückkehr über die 25.000er-Marke sollte es nun auf Schlusskursbasis über das Zwischenhoch vom 6. Mai bei 25.153 und über das Vorwochenhoch bei 25.173 gehen. Im nächsten Schritt müssten dann sowohl das Februar-Top als auch das Mai-Hoch bei 25.406 bzw. 25.438 überboten werden. Darüber wäre ein Anstieg auf das amtierende Rekordhoch vom 13. Januar bei 25.508 möglich, bevor der weitere Weg zunächst wieder frei von charttechnischen Hindernissen wäre.

Das Short-Szenario: In der Gegenrichtung steht derweil die 25.000er-Schwelle weiterhin im Fokus. Darunter sollten das April-Top bei 24.792 und das Juli-Hoch bei 24.639 stützend wirken. Kommt es danach zu einer Schließung der offenen Kurslücke vom 15. Juni, dürften der kurzfristige GD50 (aktuell bei 24.538) und das 2025er-Juni-Top (24.479) angesteuert werden. Etwas tiefer kämen der mittelfristige GD100 (24.285) und der langfristige GD200 (24.216) als mögliche Haltelinien infrage.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Open End Turbo Call UJ5DB1 22.167,43 8,54
Open End Turbo Call WA13GL 23.099,40 12,47
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Open End Turbo Put UP2Y29 28.068,29 8,42
Open End Turbo Put UQ60UV 27.083,17 12,54

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 23.06.2026, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Im Laufe des Tages werden hierzulande einige wichtige europäische Einkaufsmanagerindizes, sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor veröffentlicht. Am Nachmittag steht in den USA wiederum der S&P Flash-PMI für das verarbeitende Gewerbe (Juni) zur Veröffentlichung an.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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