Der Freitag an der Börse

Gewinnmitnahmen bei Tech-Werten | Taiwan-Frage sorgt für Spannungen zwischen Donald Trump und Xi Jinping

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Starke Quartalsergebnisse bei Cisco Systems hatten am gestrigen Donnerstag für Euphorie an den US-Börsen gesorgt. Am heutigen Freitag zeigen sich die US-Futures angesichts weiterer geopolitischer Spannungen und Gewinnmitnahmen schwächer.

Heard in New York

Der NASDAQ Composite hatte den gestrigen Donnerstaghandel mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 26.635 Punkte beendet, während der S&P 500 um 0,8 Prozent auf 7.501 Zähler zulegen konnte. Der Dow Jones legte um 0,8 Prozent auf 50.064 Punkte zu. Im Tech-Bereich sorgt unter anderem ein Vorschlag von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom für schlechte Stimmung. Er schlägt eine  kalifornische Steuer auf digitale Software vor.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitagmorgen weitgehend schwächer. Der japanische Nikkei 225 verlor zuletzt 2,0 Prozent auf 61.371 Punkte. Im Fokus standen in der Region vor allem die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping.

Für Spannungen sorgte hier unter anderem die Taiwan-Frage. Xi warnte Trump, dass es zwischen Washington und Peking zu „Auseinandersetzungen und sogar Konflikten“ kommen könnte, sollte die heikle Frage der Unabhängigkeit Taiwans falsch gehandhabt werden.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Freitag schwächer. Die anhaltende Verunsicherung in Sachen Iran- und Energiekrise und die in den letzten Tagen schwindende Hoffnung auf eine schnelle Öffnung der Seewege im Persischen Golf hatten laut Aussagen der Helaba-Analysten das Sentiment der Aktieninvestoren im Wochenverlauf belastet. Gestern sei aber wieder etwas mehr Zuversicht aufgekommen.

„Der DAX hat sich seit dem Ende der letzten Woche per saldo kaum verändert. Die technische Perspektive ist unklar. Noch steht der DMI auf Kauf, andere Indikatoren aber geben nach und sind unter ihre Signallinien gefallen. Das Wochentief lag bei 23.921 und damit nur knapp oberhalb der 55-Tagelinie (23.850), die aktuell als letzte Unterstützung vor dem Tief vom Monatsanfang (23.716) fungiert“, heißt es weiter.

Wichtige Tagestermine

Heute Nachmittag schauen Anleger unter anderem auf den neuesten Empire State Produktionsindikator.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2026 an der Frankfurter Börse