Bildquelle: Pressefoto © Continental

Die Continental AG (WKN: 543900 / ISIN: DE0005439004) hat seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 verkündet und ein leichtes Umsatzwachstum gemeldet. Zudem sollen in diesem Jahr bis zu 25% der Antriebs-Sparte an die Börse gebracht werden.

Überraschende Dividendenerhöhung für 2018

Zweimal hat Continental seine Anteilseigner im letzten Jahr mit Gewinnwarnungen erschüttert und damit enorme Kurseinbrüche herbeigeführt. Der Aktienkurs des Automobilzulieferers aus Hannover hatte sich im Jahr 2018 teilweise halbiert. Trotzdem hat sich Continental vergleichsweise stabil entwickelt, weshalb sich der Konzern eine leichte Erhöhung der Dividende leisten kann – trotz des Abwärtstrends an den Automobilmärkten und nach einem bereits turbulenten Jahr 2018 mit mehreren Prognosekorrekturen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 wird mit EUR 4,75 eine um 25 Cent höhere Dividende ausgeschüttet, wie der DAX-Konzern in seiner Pressemitteilung ankündigte. Analysten hatten eine stabile Dividende erwartet. Insgesamt schüttet Continental ca. EUR 950 Mio. an seine Anteilseigner aus, das entspricht eine Ausschüttungsquote von ca. 33%. Das liegt zwar über dem oberen Rand der festgelegten Ausschüttungsspanne von 15 bis 30% des Nettoergebnisses, berücksichtige jedoch die Gesamtwertentwicklung des Unternehmens.

Leichter Umsatzanstieg zu verzeichnen

Seine zweimal angepassten Ziele für das vergangene Jahr habe Continental erreicht, teilte der Konzern mit. Der Umsatz konnte im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9% auf EUR 44,41 Mrd. trotz des starken Euros leicht wachsen. Die EBIT-Marge fiel im gleichen Zeitraum auf 9,1% (2017: 10,4%). Das Konzernergebnis, das den Anteilseignern zugerechnet wird, fiel in 2018 um knapp 3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf ca. EUR 2,9 Mrd. bzw. auf ein Ergebnis je Aktie (verwässert) von EUR 14,49 Euro. Damit verzeichnete das Technologieunternehmen zwar einen Ergebnisrückgang, lag aber immer noch nahe am Rekordniveau des Vorjahres. Finanzchef Schäfer bezeichnete diesen Nettogewinn von EUR 2,9 Mrd. in Anbetracht der schwachen Marktentwicklung jedoch als „solides Ergebnis“.

Der Finanzvorstand verwies zudem auf die ausgeprägte Bilanzstärke des Konzerns: Die Verschuldung wird seit längerem zurückgefahren und daher hat der Konzern nicht mehr so hohe Zinsaufwendungen zu schultern. Für mögliche Akquisitionen stünden dem Autozulieferer und Reifenhersteller somit bis zu EUR 5 Mrd. zur Verfügung. Allerdings gebe es momentan keine konkreten Pläne für Zukäufe. Das Unternehmen prüfe jedoch laufend den Markt, um sich besonders bei Zukunftstechnologien zu stärken.

Teilbörsengang der Antriebs-Sparte „Vitesco Technologies“

Die Continental AG arbeitet weiterhin an der angekündigten Neuaufstellung des Konzerns. Dazu gehört der Teilbörsengang der Antriebs-Sparte im zweiten Halbjahr 2019, das nun unter den Namen „Vitesco Technologies“ firmieren soll. Continental hat alle Powertrain-Aktivitäten bei Vitesco konzentriert: In diesem Segment sind neben traditionellen Verbrennungsantrieben auch das Hybrid- und Elektroantriebs-Business sowie alle laufenden Batterieaktivitäten untergebracht. Zu Beginn sollen bis zu 25% der Vitesco-Anteile an die Börse gebracht werden…

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto © Continental

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