Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Zwei Themen gab es, die in dieser Woche die Märkte beschäftigten. Beziehungsweise beeinflussten. An der Wall Street war es das Boeing-Desaster, das den Dow Jones zu Beginn der Woche am Vorankommen hinderte. Und in good old Europe war es die, nennen wir es ruhig beim Namen, Eskalation des BREXIT-Chaos in London. Immerhin wissen wir nach tagelangem Abstimmungsgedöns, dass die britischen Unterhaus-Parlamentarier mit einer wirklich hauchdünnen Mehrheit von drei Stimmen keinen No-Deal-Ausstieg wollen. Aha. Den in jahrelanger bürokratischer Kleinarbeit ausgehandelten Deal wollen sie allerdings auch nicht, jedenfalls noch nicht. Ein zweites Referendum lehnten die Abgeordneten jedoch auch ab. Eine Teilnahme Großbritanniens an der im Mai anstehenden Europa-Wahl lehnten im Gegenzug führende EU-Vertreter zunächst ab und die britische Regierung lehnt der Einfachheit halber vor allem jede Verantwortung an dem Trauerspiel im altehrwürdigen Westminster Palace ab. Nun also ein Aufschub, vielleicht. Immerhin darauf konnten sich die Abgeordneten gestern Abend einigen. Mehr oder weniger jedenfalls. Dagegen ging es auf dem Parkett nachgerade gesittet zu:

In der Spitze marschierte der DAX artig bis auf das neue Jahreshoch bei 11.726 Zählern und damit auf einen Punkt genau an das alte 2018er-Märztief heran, per Schlusskurs wagten sich die Blue Chips bislang aber (noch) nicht über die wichtige 12.600er-Barriere. Von einem nachhaltigen Ausbruch über die vermaledeite Volumenkante bei 11.650 ganz zu schweigen. Womit wir die ersten beiden Etappenziele auf der Oberseite auch schon identifiziert hätten, fehlt nur noch das bisherige 2019er-Top bei 11.677, dann ist das Widerstands-Trio perfekt. Das Schöne daran: sobald die drei Hürden endlich per Tagesschluss aus dem Weg geräumt sind, ist derselbe frei – erst bis ans bereits erwähnte alte 2018er-Märztief bei 11.727, dann bis zum GD200, der mittlerweile schon knapp unterhalb (11.794) der 11.800er-Marke verläuft, und schließlich bis zur Nackenlinie der übergeordneten inversen SKS-Formation bei 11.869 Punkten. Von der aus es nur noch einen Sprung bis zur runden 12.000er-Barriere wäre…

Mehr Zeit, bitte!

…aber um dorthin zu gelangen, dürfte noch etwas Zeit ins Land gehen. Was nun möglicherweise auch für den BREXIT gilt, der uns wohl auch in den kommenden Sitzungen noch thematisch begleiten wird. Weshalb wir den Blick auf die Unterseite nicht vernachlässigen sollten: Da bietet sich weiterhin die 11.500er-Schwelle als erste Unterstützung an, eine Etage tiefer ist es die markante Haltezone bei 11.400/11.372 Punkten, die mit dem Rücksetzer am vergangenen Freitag auch bereits erfolgreich getestet wurde. Darunter steht bei 11.300 Zählern unverändert die Kreuzunterstützung aus mittlerer 2018er-Abwärtstrend- und 2019er-Aufwärtstrendgerade als Haltestelle bereit. Beziehungsweise als letzte Wendemarke für ein trendbestätigendes Pullback, denn unterhalb dieses Kursniveaus wäre die 2019er-Erholung erst einmal Geschichte! Welche Geschichte ich heute dagegen auf gar keinen Fall vergesse, ist diese: Am kommenden Mittwoch (20. März) sind meine werten Kollegen Klein und Hoffmann wieder im SG Active Trading-Webinar zu Gast – wenn Sie Zeit und/oder Lust haben, sind Sie herzlich eingeladen, wir freuen uns auf Sie!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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