Wenn es um das Geld ihrer Kinder geht, sind deutsche Eltern erstaunlich diszipliniert – nur eben nicht immer mit dem Blick, den man vielleicht erwarten würde. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Online-Befragung von mehr als 1.000 Eltern, die im Auftrag eines großen deutschen Fondsanbieters durchgeführt wurde. Das Ergebnis liest sich wie eine kleine Liebeserklärung an die eigenen Kinder, gepaart mit einer gehörigen Portion Nachholbedarf beim Thema Finanzwissen.
Der Anlass für die Umfrage ist hochaktuell: die geplante Frühstart-Rente, mit der der Staat künftig schon für Kinder eine kapitalgedeckte Altersvorsorge fördern will. Klingt nach einer guten Idee, könnte man denken. Nur: Kennen tut sie kaum jemand. Gerade einmal drei von zehn befragten Eltern haben überhaupt schon einmal davon gehört, der großen Mehrheit ist das Vorhaben gänzlich unbekannt. Und selbst wenn sie sich dafür entscheiden würden, ist die Aufteilung fast wie ein 50-50-Joker: Knapp die Hälfte würde einen solchen Vertrag selbstständig online abschließen, fast genauso viele würden sich lieber persönlich bei einer Bank oder einem Finanzdienstleister beraten lassen.
Wofür wird eigentlich gespart?
Auch ohne staatliche Schützenhilfe legen die meisten Eltern längst Geld für ihren Nachwuchs zurück: 70 Prozent tun dies regelmäßig, weitere 15 Prozent zumindest hin und wieder. Nur 13 Prozent sparen gar nicht für ihre Kinder. Die Beträge bewegen sich meist zwischen 500 und 750 Euro pro Jahr, wobei sich unter den Sparfüchsen auch eine kleine, aber überzeugte Gruppe findet: 18 Prozent legen sogar 1.500 Euro oder mehr im Jahr zurück, und hier sind es überdurchschnittlich oft die Väter.

Spannend wird es beim Blick auf die Sparziele. Ganz oben auf der Liste steht, mit 45 Prozent, ausgerechnet der Führerschein, knapp gefolgt von Ausbildung oder Studium mit 43 Prozent. Ein eigenes Auto rangiert mit 24 Prozent noch vor der Altersvorsorge der Kinder, für die sich gerade einmal 13 Prozent der Eltern interessieren. Man könnte süffisant sagen: Der Nachwuchs soll offenbar zunächst mobil sein, bevor er an die Rente denkt. Nachvollziehbar ist das durchaus, schließlich liegt der Führerschein zeitlich näher als der Ruhestand mit 67. Nur zeigt sich hier eben auch, wie wenig präsent das Thema langfristiger Vermögensaufbau für den eigenen Nachwuchs bislang ist.
Disziplin ja, Finanzwissen eher Wackelkandidat
Fast alle befragten Eltern sind sich einig, was für erfolgreiches Sparen entscheidend ist: Disziplin (94 Prozent), Finanzwissen und ausreichend Geld (jeweils 91 Prozent). Bei der eigenen Einschätzung des Finanzwissens klafft allerdings eine spannende Lücke zwischen den Geschlechtern: Während 39 Prozent der Väter ihr eigenes Finanzwissen als sehr gut oder gut bewerten, trauen sich das nur 17 Prozent der Mütter zu. Beim eigentlichen Sparverhalten für die Kinder gibt es dagegen kaum Unterschiede zwischen Vätern und Müttern, das gemeinsame Ziel scheint größer als das unterschiedliche Selbstvertrauen.
Interessant ist auch, welche Ratschläge an die nächste Generation weitergegeben werden. „Nicht alles auf eine Karte setzen“ haben zwar nur 38 Prozent der Eltern selbst von ihren eigenen Eltern gehört, doch ausgerechnet dieser Ratschlag ist heute der beliebteste, den sie an ihre Kinder weitergeben möchten (78 Prozent). Auch „Investiere nie in etwas, das du nicht verstehst“ hat es mit 74 Prozent unter die Top-Ratschläge geschafft. Der forschere Spruch „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ wird dagegen deutlich seltener weitergereicht, wenn auch immerhin von 15 Prozent der Eltern, vor allem von Vätern.
Über Geld spricht man wieder
Beim Einkaufen, beim Taschengeld, bei größeren Anschaffungen: Deutsche Familien reden inzwischen ziemlich offen über Geld. 89 Prozent der Eltern sprechen mit ihren Kindern über finanzielle Themen, nur elf Prozent tun das gar nicht. Deutlich seltener wird es allerdings konkret: Über das Anlegen von Geld wird nur mit 43 Prozent der Kinder gesprochen. Wer den eigenen Kindern etwas mitgeben will, bevor sie die Schule verlassen, setzt vor allem auf Basiswissen: den Überblick über Einnahmen und Ausgaben (92 Prozent), das Girokonto (89 Prozent) und Versicherungen (85 Prozent). Das Thema Geldanlage und Kapitalmarkt taucht in dieser Prioritätenliste erst deutlich weiter unten auf.
Bei der tatsächlichen Geldanlage für den Nachwuchs zeigt sich immerhin, dass Investmentfonds die Nase vorn haben: 55 Prozent der sparenden Eltern nutzen sie für ihre Kinder, deutlich vor dem klassischen Sparbuch (39 Prozent) und dem Tagesgeldkonto (22 Prozent). Ein Viertel der Eltern findet zudem, dass die Geldanlage für die Kinder kostengünstiger sein sollte als die eigene, und gut ein Drittel wünscht sich dafür mehr Sicherheit als bei der eigenen Anlage.
Was das für den langfristigen Vermögensaufbau bedeutet
Die Umfrage zeigt vor allem eines: Der Wille zu sparen ist bei deutschen Familien groß, doch beim konkreten Wie hakt es noch. Wer für sein Kind über Investmentfonds Vermögen aufbaut, hat damit grundsätzlich schon den richtigen Weg eingeschlagen, denn Fonds ermöglichen eine breitere Streuung als das klassische Sparbuch. Und genau diese Streuung, verbunden mit einem langen Anlagehorizont, ist es, die aus einem einmaligen Sparbetrag über Jahre ein echtes Startkapital werden lässt. Wer dabei nicht auf kurzfristige Trends setzt, sondern auf solide, global aufgestellte Unternehmen mit verlässlichen Geschäftsmodellen, sprich auf unsere Baustein-Aktien, verschafft dem eigenen Nachwuchs eine Grundlage, die weit über den nächsten Führerschein oder das erste Auto hinausreicht.







