Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank

Nach wie vor besteht angesichts der aktuell niedrigen Inflationsraten keine Veranlassung für einen restriktiveren geldpolitischen Kurs der EZB. Das dürften die ebenfalls in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden endgültigen März-Daten zur Steigerung der Verbraucherpreise in Deutschland, Frankreich und Spanien bestätigen.

Spannend wird die EZB-Pressekonferenz zum Zinsentscheid trotzdem. Einerseits achten Marktteilnehmer aufmerksam auf die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung, nachdem die Wachstumsprognosen vor allem für Deutschland zuletzt deutlich reduziert wurden. Zudem gibt es immer wieder Spekulationen über eine möglicherweise vorgezogene Anhebung des Zinssatzes für die Einlagefazilität, zu dem Banken derzeit große Summen bei der Notenbank für -0,4 Prozent p.a. parken.

Sollte Draghi diese Hoffnung nähren, wäre es ein positives Zeichen für die Bankenbranche – genau wie eine mögliche Konkretisierung der im März angekündigten Pläne einer Neuauflage der langfristigen Refinanzierungsmöglichkeiten (TLTRO).

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Donner & Reuschel / Pressefoto Europäische Zentralbank

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