Überraschend heiße US-Inflationsdaten für den Monat September brachten gestern die US-Börsen und vor allem Tech-Werte unter Druck.
Heard in New York
Der NASDAQ Composite verlor 1,9 Prozent auf 26.692 Punkte, während der S&P 500 rund 1,1 Prozent auf 7.719 Zähler verlor. Im Dow Jones Industrial Average lag das Minus bei 0,1 Prozent auf 51.621 Punkte.
Es mehren sich die Sorgen, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik vor Jahresende stärker straffen könnte. Am heutigen Donnerstag erhalten Anleger weitere Inflationsdaten: Um 14:30 Uhr MESZ werden die Erzeugerpreise für September veröffentlicht. Gleichzeitig sollen neue Einzelhandelsumsätze und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben werden. Auch die Berichtssaison geht weiter.
Konnichiwa Tokio!
Die asiatischen Börsen präsentierten sich deutlich schwächer. Der Ausverkauf wurde, wie in den USA, nach überraschend heißen Inflationsdaten von Technologiewerten angeführt. Der japanische Nikkei 225 verbuchte zuletzt Verluste von 4,9 Prozent auf 64.425 Punkte. Der südkoreanische KOSPI fiel um knapp 8 Prozent. Belastet wurde der Index von den Technologieriesen SK Hynix und Samsung Electronics.
So steht´s um den DAX
Der DAX zeigt sich am Donnerstag nach überraschend heißen US-September-Inflationsdaten schwächer. Gestern konnte das Barometer zwar ein kleines Plus für sich verbuchen, sei laut Aussaegn der Helaba-Analysten aber nicht in der Lage gewesen, die 100-Tagelinie (25.418) und das Hoch vom Dienstag oder gar das 38,2 %-Retracement bei 25.490 zu überwinden.
„Insofern kann aus technischer Perspektive wohl noch kein grünes Licht gegeben werden. Auch der Sprung über den 21-Tagedurchschnitt (25.309) war nicht von Dauer, während sich aber das Bild der quantitativen Indikatoren allmählich aufhellt. Jenseits der genannten Marken würde Potenzial bestehen bis zur 55-Tagelinie bei 25.765. Ein nachhaltiges Abrutschen unter die 21-Tagelinie würde aber ein Abwärtsrisiko bis zum Impulstief bei 24.792 entstehen lassen“, heißt es weiter.
So handeln Sie heute den DAX
Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.
Das Short-Szenario: Auf der Unterseite müsste weiterhin auf das September-Tief bei 25.164 geachtet werden. Unterhalb der 25.000er-Marke könnte es zu einem neuerlichen Test der 200-Tage-Linie (24.870) kommen, bevor das Juli-Tief bei 24.651 und die untere Trendkanalbegrenzung angesteuert werden dürften. Drehen die Kurse nach einer Schließung der Kurslücke vom 12. Juni nicht wieder nach oben, sollte mit einem Rücksetzer an das Juni-Tief (24.044) bzw. an die 24.000er-Schwelle gerechnet werden.
Das Long-Szenario: Um neue Impulse auf der Oberseite freizusetzen, müssten die Notierungen unverändert per Tagesschluss über die mittelfristige 100-Tage-Linie (aktuell bei 25.417) und über die September-Abwärtstrendgerade steigen. Kann der Ausbruch mit einem Sprung über das Januar-Top bei 25.508 bestätigt werden, sollten im Anschluss auch der kurzfristige GD50 (25.750) und das Verlaufshoch vom 6. Juli (25.900) überboten werden. Gelingt bei 26.000 Zählern der nächste Re-Break, wäre danach ein Hochlauf an das Hoch vom 4. September bei 26.168 denkbar.
| Produkt (Call) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
|---|---|---|---|
| Open End Turbo Call | UJ5UW5 | 22.297,34 | 8,52 |
| Open End Turbo Call | WA1Q85 | 23.302,66 | 12,87 |
| Produkt (Put) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
| Open End Turbo Put | UM4Q6W | 28.235,06 | 8,48 |
| Open End Turbo Put | WB0PJK | 27.214,83 | 12,88 |
*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 15.10.2026, 7:00 Uhr
Wichtige Tagestermine
Neben den US-Einzelhandelsumsätzen blicken Anleger heute Nachmittag auch auf die Erzeugerpreise. Insbesondere, nachdem die Verbraucherpreise zuletzt überraschend heiß ausgefallen waren.
Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.







