Bildquelle: Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

Dass das Lineare Fernsehen noch nicht am Ende ist, zeigte sich beim Finale von „Germanys next Topmodel“ 2019. Am Donnerstag, den 23. Mai begeisterte die Final-Show der 14. Staffel der Reality-Show überragende 21,3 Prozent der 14 bis 49-jährigen Zuschauer. Mit einem Staffelschnitt von 18,1 Prozent Marktanteil feierte ProSieben die beste Staffel seit sieben Jahren.

Und natürlich konnte ProSiebenSat.1 (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770) vor und nach der Sendung für einiges an Wirbel sorgen und auch den anderen Sendungen dank des Verweises auf „Germanys next Topmodel“ Auftrieb verleihen. Trotz dieses Erfolgs ist es keine einfache Zeit, die der deutsche Medienkonzern durchzustehen hat.

Streamingdienste wie Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) haben die Art und Weise verändert, wie wir Fernsehen. Serien, Filme und Dokumentationen werden heutzutage im Internet, zu jeder beliebigen Zeit und an jedem beliebigen Ort geguckt. Es ist auch diese Konkurrenz, die ProSiebenSat.1 zuletzt Probleme im TV-Werbegeschäft bereitete.

Die Zahlungsbereitschaft der Werbekunden sinkt, wenn sie wissen, dass sie nicht mehr so viele Menschen wie früher erreichen. Diese werden immer seltener vor dem Fernseher gefesselt. Mit Live-Veranstaltungen geht dies noch am besten.

In dieser schweren Stunde wollten zwei Größen der europäischen Medienbranche offenbar nicht allein bleiben. So sicherte sich nun der italienische Medienkonzern Mediaset (WKN: 901402 / ISIN: IT0001063210) knapp 10 Prozent der Anteile an ProSiebenSat.1. Mediaset Italia, Mediaset España und ProSiebenSat.1 arbeiten bereits seit Jahren in der European Media Alliance (EMA) zusammen.

Jetzt wird diese Kooperation noch gestärkt. Zusammen können die Medienunternehmen Themen wie die Entwicklung von Streamingdiensten noch besser angehen. Allerdings wird auch dies nicht einfach. Schließlich greifen nach Netflix auch Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) und Disney (WKN: 855686 / ISIN: US2546871060) ganz groß in das Streaming-Business ein. ProSiebenSat.1 will seinerseits ab Juni mit der Streaming-Plattform Joyn loslegen.

Auch sonst scheint ProSiebenSat.1 auf dem Wege der Besserung zu sein. Im ersten Quartal 2019 konnten die schwächelnden TV-Werbeumsätze durch Erfolge beim Ausbau des digitalen Geschäfts wettgemacht werden. Insgesamt fiel der Start in das Jahr 2019 positiv aus. Der Konzern steigerte seinen Umsatz um 4 Prozent auf 913 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr 2019 geht das Management weiterhin von einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer adjusted EBITDA-Marge zwischen 22 und 25 Prozent aus. Im ersten Quartal lag die Marge noch bei 20,8 Prozent, so dass für den weiteren Jahresverlauf eine anziehende Dynamik erwartet wird.

Anleger, die von der Stärke von ProSiebenSat.1 überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat 5x Long (WKN: MF8LF6 / ISIN: DE000MF8LF68) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MF8TPK / ISIN: DE000MF8TPK8) die Gelegenheit auf fallende Kurse der ProSiebenSat.1-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

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