Bildquelle: Pressefoto Apple

In der breiten Öffentlichkeit genießt die Entwicklerkonferenz WWDC nicht den gleichen Stellenwert wie die Präsentation von neuen iPhones. Für Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) hat sie jedoch häufig einen noch höheren Stellenwert. Zumal die Bedeutung der Smartphone-Verkäufe abnehmen soll.

Die WWDC war wieder einmal vollgepackt. Vom Mobilbetriebssystem iOS 13, über die Befreiung der Apple Watch vom iPhone, die neuen Mac Pros, Verbesserungen der Karten-App auf den Smartphones, dem neuen Betriebssystem für das iPad, iPadOS, bis hin zur neuesten macOS-Version „Catalina“ war alles dabei.

Mit „Catalina“ kommt auch das Ende für iTunes. In Zukunft wird iTunes in Apple Music, Apple Podcasts und die Apple TV App aufgeteilt. Dies ist nur ein weiterer Schritt in Richtung mehr Dienstleistungsangebote. Dabei spielt zum Beispiel Musik-Streaming eine wichtige Rolle, während der Kauf einzelner Musikstücke oder Alben zurückgedrängt wird.

Dies könnte jedoch alles in den Hintergrund treten, wenn Apple in den Handelsstreit zwischen China und den USA gesogen werden sollte. Auch der eigenen Regierung scheinen Apple und andere US-Technologiegiganten immer mehr ein Dorn im Auge zu sein. Dabei geht es nicht nur um Themen wie Datenschutz oder die Verbreitung von Fake News.

Nun berichtete Reuters, dass das US-Justizministerium eine kartellrechtliche Untersuchung Apples in Gang setzen würde. Wenn wir die Vergangenheit betrachten, haben jedoch weder Apple noch die Google-Muttergesellschaft Alphabet, Amazon oder Facebook besonders viel zu befürchten.

Es gab mal eine Zeit, in der Microsoft eine Zerschlagung gedroht hatte. Dazu kam es nicht. So lange die Technologieriesen mit einigen Strafzahlungen für den mutmaßlichen Missbrauch ihrer Marktmacht belegt werden, sind sie fein raus. Zumal sie in den vergangenen Jahren dank riesiger Gewinne ein dickes Poster aufgebaut haben.

Außerdem können sie mit dem Argument punkten, im Wettbewerb mit China gebraucht zu werden. Schließlich will China vor allem im Technologiebereich die Vorherrschaft übernehmen. Dieses Unterfangen wäre einfacher, wenn die US-Regierung die eigenen Vorzeigeunternehmen schwächen würde.

FAZIT. Die Entwicklerkonferenz WWDC hat gezeigt, dass Apple die vielen bereits unter das Volk gebrachten iPhones immer besser nutzen will und auch abseits seiner Smartphones viel zu bieten hat. Der mögliche Gegenwind vonseiten der US-Regulierungsbehörden sollte den Konzern mit dem Apfel im Logo nicht umwerfen, so dass die Apple-Aktie bald wieder zu einer Erholung ansetzen sollte.

Anleger, die von der Stärke von Apple überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future auf Apple (WKN: VA93B2 / ISIN: DE000VA93B26) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Short Mini Future (WKN: VF5KDL / ISIN: DE000VF5KDL6) die Chance auf sinkende Kurse zu setzen.

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[…] ISIN: US0378331005) und andere US-Technologiekonzerne. Ihnen könnte neuer Gegenwind vonseiten der US-Wettbewerbsbehörden […]

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[…] Monate zeigt, dass selbst negative Nachrichten der Apple-Aktie nicht nachhaltig schaden. Dabei erlebt der US-Konzern derzeit kräftigen Gegenwind. So hat der Handelskrieg zwischen den USA und China die China-Sorgen des Unternehmens verstärkt, […]

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[…] wie Facebook, Amazon oder der Google-Muttergesellschaft Alphabet wollen sich die US-Wettbewerbsbehörden nun auch Apple genauer ansehen und herausfinden, ob der Apfelkonzern seine Marktmacht missbraucht. […]