Bildquelle: Pressefoto Funkwerk

Funkwerk (WKN: 575314 / ISIN: DE0005753149) ist meine erfolgreichste Turnaround-Spekulation und hat sich in den vergangenen Jahren dank neuem Management und neuer Strategie aus einem tiefen Tal der Tränen zurück auf den Erfolgsgipfel heraufgearbeitet. Nach noch nicht einmal dreieinhalb Jahren liegt der Wert nun 700% im Plus und da stellt sich die Frage, ob das so weiter gehen kann man nicht lieber Gewinne mitnehmen sollte.

Heute hat Funkwerk seine Halbjahreszahlen vorgelegt und damit hat sich die Frage (mal wieder) eindeutig beantwortet. Denn Funkwerk hat den Turnaround schon längst erfolgreich hinter sich gebracht und steht heute wieder als ein erfolgreiches Unternehmen mit grundsolider Bilanz dar. Und zeigt eine profitable Wachstumsdynamik, die umso mehr erstaunt, weil man die Aktien für unfassbare €17 geradezu hinterher geschmissen kriegt. Wirklich unfassbar angesichts der operativen Entwicklungen…

Die Halbjahreszahlen

Per 30. Juni erhöhte sich der Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um rund 19,3% auf €40,9 Mio. und das EBIT (Betriebsergebnis) um nahezu 80% auf €5,4 Mio. Der Auftragseingang legte nochmals deutlich zu und stieg um weitere 20% auf nun €53,5 Mio., so dass sich der Auftragsbestand auf €82,9 Mio. (30.6.2018: €68,6 Mio.) erhöhte. Die Book-to-Bill-Ratio liegt also bei aussichtsreichen 1,31.

Durch die hervorragenden Zahlen verbesserte sich auch erneut die Vermögens- und Finanzlage: per 30. Juni 2019 verfügte der Konzern über eine Eigenkapitalquote von 49,6% (31.12.2018: 46,8%) und über liquide Mittel in Höhe von €29,7 Mio. (31.12.2018: €28,2 Mio. Euro).

Höhere Umsatz- und Ergebnisprognose für 2019

Neben hohen Nachfrage insbesondere im Geschäftsbereich Zugfunk resultierte das deutliche Umsatz- und Ergebnisplus auch aus dem zyklischen und stärker schwankenden Projektgeschäft. Diese Aussage ist es, die Funkwerk seine Prognosen – wie in den Vorjahren schon häufiger – nicht angemessen erhöht, sondern nur am untersten Rand des Vertretbaren. Funkwerk ist bekannt als Tiefstapler. Und so plant man nun für das Gesamtjahr 2019 mit einem Umsatzplus von etwa 6% (2018: €82,7 Mio.) im Konzern und einem EBIT von mindestens €11 Mio. (2018: €11,4 Mio.).

Diese niedrige Ergebnisprognose ist eigentlich unfassbar und kann kaum mehr als „Understatement“ eingestuft werden, sondern als Tiefstapelei erster Güte. Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Funkwerk, wie in den Vorjahren, im Jahresverlauf nochmals seine Prognosen wird anheben müssen und auch diese dann am Jahresende deutlich übertrifft…

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Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Michael C. Kissig / Pressefoto Funkwerk

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