Bildquelle: Pressefoto Tesla

Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) wird seine Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2019 am Mittwoch, den 23. Oktober, nach US-Börsenschluss veröffentlichen. Analysten gehen laut Refinitiv für das September-Quartal im Schnitt von einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent auf 6,36 Mrd. US-Dollar aus.

Ein solcher Rückgang ist insbesondere für ein Wachstumsunternehmen wie den kalifornischen Elektrowagenbauer kein gutes Zeichen. Darüber hinaus wird ein bereinigter Verlust je Aktie in Höhe von 0,41 US-Dollar erwartet, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 2,90 US-Dollar generiert werden konnte.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Tesla mit nicht gerade überragenden Ergebniskennzahlen aufwartet. Bereits im zweiten Quartal hatten sich Marktteilnehmer über die Entwicklung der Profitabilität enttäuscht gezeigt. Das Unternehmen hat mit steigenden Kosten zu kämpfen, während immer mehr Fahrzeuge des massenmarkttauglichen „Model 3“ im Vergleich zu den teureren Modellen „S“ und „X“ verkauft werden.

So zeigten sich Marktteilnehmer vor allem enttäuscht, dass die Bruttomarge im zweiten Quartal auf 14,5 Prozent schrumpfte, nach 15,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies ist einer der Gründe, warum die Tesla-Aktie im bisherigen Jahresverlauf ordentlich Federn lassen musste.

Zumal Tesla mit ähnlichen Problemen wie traditionelle Autokonzerne zu kämpfen hat. Auch der Elektroautopionier muss damit fertig werden, dass der Automarkt weltweit schwächelt. Die Branche wurde vor allem von den rückläufigen Verkäufen in China, dem einstigen Boom-Markt, getroffen. Allerdings hat sich die Tesla-Aktie zuletzt stabilisiert und sogar eine Erholungsrallye gestartet. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese als nachhaltig erweisen wird. Das Unternehmen konnte mit den jüngsten Rekord-Auslieferungen die Stimmung zumindest ein wenig anheizen.

Zwar hatte Konzernchef Elon Musk kurz vor Bekanntgabe der jüngsten Produktions- und Auslieferungszahlen am 2. Oktober noch die Marke von 100.000 ausgelieferten Fahrzeugen ins Spiel gebracht, allerdings wurde diese Marke verfehlt. Trotzdem war die Zeit zwischen Juli und September ein neues Rekordquartal für Tesla.

97.000 Fahrzeuge wurden an Kunden übergeben, während die Produktion bei 96.155 Autos lag. Insgesamt sollen in diesem Jahr 360.000 bis 400.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden. Dieses Ziel sollte erreicht werden können, da Tesla zuletzt auf eine anhaltend starke Nachfrage verwiesen hatte.

Außerdem kommt Tesla bei der Lösung verschiedener Probleme, wie der lange Zeit stotternden Produktion des „Model 3“ oder dem Transport der Fahrzeuge nach China und in die EU, voran. In dieser Hinsicht dürfte das neue Werk in China ebenfalls für Entlastung sorgen. Mittel- bis langfristig hat Tesla ohnehin jede Menge vor. Bereits im kommenden Jahr sollen die so genannten Robotaxis die Straßen erobern.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Tesla-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DC5HG9 / ISIN: DE000DC5HG96) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,69, die Barriere bei 197,45 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DC358T / ISIN: DE000DC358T6, aktueller Hebel 5,01, Barriere bei 293,60 US-Dollar) auf fallende Kurse der Tesla-Aktie setzen.

Stand: 15.10.2019/Ein Gastkommentar von Christian-Hendrik Knappe, db x-markets

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