Bildquelle: Pressefoto Deutsche Post AG

Corona ist schlecht für die Logistikindustrie – Oder?

Seit dem Ausbruch des Coronavirus befindet sich die Weltwirtschaft im Abschwung. Generell ist die Abschwächung auch für die Deutsche Post negativ zu werten. Ein Großteil des Geschäftsmodells ist global ausgestaltet. Mit dem Zusammenbrechen des Welthandels seit Ausbrechen der Corona-Pandemie ist auch ein großer Teil des Geschäftsmodells der Deutschen Post (WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004) zusammengebrochen. Allerdings bescheren die Ausgangsbeschränkungen dem Logistikunternehmen trotzdem eine Art Sonderkonjunktur.

Geschäft auf Vorweihnachts-Niveau

Trotz der schlechten Marktumgebung vermeldet der Sendungsdienstleister DHL steigende Paketzahlen. Besonders in den vergangenen zwei Wochen sei das Aufkommen stark angestiegen. Zu Beginn der Pandemie hatte es noch keinen messbaren Effekt auf das Geschäft gegeben. Seitens des Unternehmens erklärt man sich den plötzlichen Zuwachs der Aufträge damit, dass durch die aktuellen Regelungen zur Bekämpfung der Ausbreitung von COVID-19 vor allem kleinere Händler verstärkt auf DHL setzen um ihre Ware an Kunden zu versenden. Die Paketzahlen sind in der Woche vor Ostern auf ein Niveau angestiegen, das in der Regel nur im Vorweihnachtsgeschäft erreicht werde. Befeuert wird das Versandgeschäft jedoch nicht nur vom Verhalten der Händler. Auch die Verbraucher haben ihr Verhalten den Gegebenheiten der Corona-Pandemie angepasst. Weil die meisten Geschäfte geschlossen sind, erledigen immer mehr Bürger ihre Einkäufe im Internet. Auch das ist positiv für die Deutsche Post hinsichtlich der Auftragslage zu den aktuellen Krisenzeiten. Die Veröffentlichung von operativen Zuwachszahlen blieb das Unternehmen bis jetzt schuldig. Sollte die Wirtschaft wieder erstarken, könnte das veränderte Kaufverhalten deutscher Konsumenten auch in einer Zeit nach Corona das Geschäft positiv beeinflussen.

Verzeichnet die Deutsche Post-Tochter DHL laut eigenen Angaben momentan enorme Zuwächse im Paket-Geschäft, weisen andere Anbieter kein höheres Aufkommen aus. Der Paketzusteller UPS ist auf Geschäftskunden, wie große Autobauer, spezialisiert und spüre deshalb keinen Effekt der durch die Krise ausgelösten Konjunktur im Pakete Versand. Andere Konkurrenten redeten in diesem Zusammenhang von stabilen Geschäftszahlen. Genaue Zahlen wollen UPS und Hermes gegen Ende dieses Monats vermelden.

Zuverlässigkeit national unverändert gut

Das Unternehmen gibt an, dass die Zuverlässigkeit, trotz Einschränkungen durch die Corona Pandemie und der für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Sendungszahlen, auf einem normalen Niveau liegt. Es kämen mehr als 90% der Briefe und mehr als 85% der Pakete am Tag nach der Einlieferung beim Empfänger an. Während bei nationalen Sendungen die Zuverlässigkeit gut sei, könne es bei internationalen Sendungen zu Verzögerungen kommen…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Post AG

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