Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die gegenwärtige breite Berichterstattung und die allgemeine Sorge einer anhaltend tiefen Rezession passen so gar nicht mit der Hochstimmung an den Börsen zusammen.

Einerseits werden Milliardenschwere Rettungspakete geschnürt und Konsumanreize geschaffen, andererseits läuft an den Märkten eine bemerkenswerte Erholungsrallye, die weniger durch positive Unternehmensnachrichten angetrieben wird, als vielmehr durch das Geld, das die Märkte flutet.

Anleger, die ihre Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erholung haben und denen der Einstieg in die Direktanlage zu riskant erscheint, entdecken derzeit einmal mehr einen wahren Klassiker unter den Finanzprodukten – nämlich Discount-Zertifikate.

Seit nunmehr 25 Jahren am Markt, haben sich diese Teilschutz-Produkte bewährt und den Anlegern in der Allokation ihrer Portfolien weitergeholfen. Denn eines ist klar: Mehr Sicherheit bei der Geldanlage ist der Schlüssel für den gezielten Aufbau von Vermögenswerten.

Mit Zertifikaten ist Börsenerfolg planbarer und das Risiko kalkulierbarer

Ein Anleger möchte an dem Aufwärtspotenzial einer Aktie oder eines Index partizipieren, möchte aber das Risiko reduzieren. Eine Direktanlage erscheint somit nur bedingt ratsam. Unter Verzicht auf einen maximal möglichen Gewinn könnte ein Discount-Zertifikat das passende Produkt sein. Verluste erleiden Anleger erst, wenn der Basiswert unter das Kaufniveau des Discount-Produkts sinken sollte. Das Produkt bietet somit den Vorteil, auch in Seitwärtsmärkten oder bei leicht sinkenden Kursen eine positive Rendite zu erzielen.

Discounter erfüllen ihren Zweck

Um die Vor- und Nachteile von Anlageprodukten quantifizieren zu können, greifen aktiv agierende Anleger gerne auf historische Performancedaten zurück – so auch bei der Bewertung von Discount-Zertifikaten. Hierzu hat der Deutsche Derivate Verband eine empirische Untersuchung veröffentlicht. Ziel war es dabei, die Rendite von mehr als 180.000 gelisteten Discount-Zertifikaten auf die 70 beliebtesten Basiswerte aus den Regionen Deutschland (Top 40), Europa-ex-Deutschland (Top 20) und den USA (Top 10) im Jahr 2019 zu ermitteln und diese mit der Kursentwicklung der jeweils zugrundeliegenden Aktien und Aktienindizes zu vergleichen.

Im Gesamtjahr 2019 haben immerhin 37,1 Prozent der Discount-Zertifikate eine bessere Rendite als ihr Basiswert erzielt.

Besonders eindrucksvoll fällt jedoch das Ergebnis für die ersten vier Monate des laufenden Jahres aus, als die Pandemie auch die Kapitalmärkte heftig traf. Der Anteil der Discount-Zertifikate, die ihren Basiswert zwischen Anfang Januar und Ende April 2020 outperformt haben, lag bei 67,7 Prozent. Gerade in der Krise hat sich diese defensive Struktur also bewährt.

Somit zeigt sich auch nach 25 Jahren, dass Discount-Zertifikate mit ihrer ausgewogenen Rendite-Discount-Balance insbesondere für sicherheitsorientierte Anleger eine sinnvolle Anlagealternative darstellen. Der Discount sorgt je nach individueller Auswahl für einen mehr oder weniger großen Sicherheitspuffer. Gleichzeitig kann mit Discount-Zertifikaten im Vergleich zum Basiswert aber auch sehr viel wahrscheinlicher eine positive Rendite erzielt werden. Beide Aspekte haben für konservative Anleger eine ausgesprochen hohe Relevanz.

DDV, Lars BrandauEin Beitrag von Lars Brandau

Er ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) dessen Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war Lars Brandau unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv tätig; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de

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