Bildquelle: Pressefoto Geely

Geely (WKN: A1CS02 / ISIN: US36847Q1031) hatte in den vergangenen Jahren bereits mit einer Abkühlung am lange Zeit boomenden chinesischen Automarkt sowie dem Handelsstreit zwischen China und den USA zu kämpfen. Jetzt zeigten sich die Auswirkungen des Coronavirus.

Daimler-Großaktionär auf Expansionskurs

Unter den chinesischen Automobilkonzernen hat sich außerhalb der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt in den vergangenen Jahren vor allem Geely einen Namen gemacht. Unter dem Dach der Muttergesellschaft Zhejiang Geely Holding Group wurde die schwedische Traditionsmarke Volvo Cars aufgepäppelt. Zudem soll Lotus etwas Glanz versprühen.

Besonders aufsehenerregend war jedoch der Einstieg bei Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000). Mit einem Anteil von 9,7 Prozent ist Geely inzwischen der größte Aktionär bei den Schwaben. Kein Wunder: Schließlich hat es sich Geely vorgenommen, nach China, nun auch den Rest der Welt zu erobern. Allerdings ist dieses Unterfangen zuletzt schwieriger geworden.

Prognose gesenkt

Die Coronapandemie sorgte dafür, dass Geely im ersten Halbjahr 2020 lediglich 530.446 Autos verkaufte und damit 19 Prozent weniger als noch im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies sorgte auch dafür, dass das Management das Absatzziel für das laufende Geschäftsjahr um etwas mehr als 6 Prozent von 1,41 Millionen Einheiten auf 1,32 Millionen Autos senken musste.

Zwischen Januar und Juni 2020 lagen die konzernweiten Umsatzerlöse bei 36,82 Mrd. Yuan (umgerechnet 4,46 Mrd. Euro). Ein Rückgang in Höhe von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn schrumpfte sogar um 43 Prozent auf 2,30 Mrd. Yuan.

Neuer Handelsstreit?

Nach den corona-bedingten Einbrüchen bei Absatz, Umsatz und Ergebnis konnte Geely in den vergangenen Monaten eine Erholung ausmachen. Die langfristigen Ziele, wie die internationale Expansion, dürften trotzdem schwer zu erreichen sein. Neben dem chinesischen Automarkt sind vor allem die USA für die Autobranche wichtig.

Allerdings haben die Spannungen zwischen den Weltmächten zuletzt wieder zugenommen. Die Video-App TikTok ist nur ein Beispiel dafür. Auch Corona hat dafür gesorgt, dass die Beziehungen zwischen China und den USA nicht besser geworden snd. Zudem bleibt die Frage, ob die Verpflichtungen aus der ersten Teileinigung im Handesstreit eingehalten werden.

FAZIT

Die Absätze bei Geely haben sich zuletzt erholt. Allerdings hatte das Unternehmen bereits vor Corona mit Herausforderungen zu kämpfen. Dazu gehörte unter anderem das Ende des Booms am chinesischen Automarkt. Der Handelsstreit könnte die Expansionspläne ebenfalls stören. Darbe hinaus kämpft Geely mit den gleichen Problemen wie der Rest der Branche. Dazu gehört die schwierige Umstellung auf die Elektromobilität und das Autonome fahren.

Wer gehebelt von Kurssteigerungen der Geely-Aktie profitieren möchte, setzt beispielsweise auf entsprechende Hebelprodukte, wie diesen Mini-Future Long (WKN: MA0Y0B / ISIN: DE000MA0Y0B9). Für Pessimisten existieren ebenfalls genügend passende Produkte, wie dieser Mini-Future Short (WKN: MA063K / ISIN: DE000MA063K2).

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Bildquelle: Pressefoto Geely

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