Bildquelle: Pressefoto Microsoft

Computer- und Videospiele sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie so beliebt wie schon lange nicht mehr, wie die stark gestiegenen Software-Verkäufe und Spiele-Downloads zeigen. Auch Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045) möchte von diesem Boom weiterhin profitieren und die eigene Marktpositionierung stärken.

Kauf von ZeniMax Media

Um das eigene Software-Portfolio dementsprechend weiter auszubauen, will Microsoft den US-Spieleentwickler ZeniMax Media übernehmen und stärkt damit seine Spielekonsole Xbox. Microsoft zahle 7,5 Mrd. US-Dollar in bar für die Spieleschmiede, zu der auch die durch die „Fallout“-Spiele bekannte Bethesda Softworks gehört. Microsoft erklärte, dass Bethesda zahlreiche Spiele für die Xbox einbringt.

Microsoft gab am Montag die entsprechende Übernahmevereinbarung mit ZeniMax Media bekannt. Zenimax ist mit seinen Studios für Kassenschlager wie „Doom“ oder „The Elder Scrolls“ verantwortlich und beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 2.300 Mitarbeiter. Das in Washington D.C. ansässige Unternehmen soll unter dem Konzerndach von Microsoft in seiner gewohnten Struktur und mit seinem bisherigen Führungsteam fortbestehen.

Übernahme bis spätestens Mitte 2021

Die geplante Übernahme muss noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Microsoft geht davon aus, dass die Übernahme in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen wird. Das bedeutet, bis spätestens Ende Juni 2021 dürfte die Transaktion unter Dach und Fach gebracht worden sein.

Für Microsoft dürfte sich die geplante Übernahme als kluger Schachzug herausstellen. Der in Redmond ansässige Konzern steht kurz vor dem Release seiner neuen Konsolen Xbox Series X und Xbox Series S, die am 10. November 2020 gelauncht werden sollen. Mit der Akquisition von ZeniMax Media kann Microsoft sein Spiele-Portfolio um exklusive Games erweitern, um dem Konkurrenten Sony (WKN: 853687 / ISIN: JP3435000009) mit seiner ebenfalls im November erscheinenden PlayStation 5 Paroli bieten zu können.

Microsoft ist breit aufgestellt

Doch das Konsolen- und Spielegeschäft ist natürlich nur ein Standbein unter vielen. Die Microsoft-Produktpalette umfasst neben den Windows-Betriebssystemen unter anderem auch zahlreiche Software-Anwendungen (bspw. Office), Hardware (u.a. Surface-Notebooks), Internet-Plattformen (LinkedIn) und Entwickler-Tools. Daneben ist Microsoft stark im Bereich der Cloud-Services (Microsoft Azure) positioniert, der sich in den vergangenen Jahren als starker Umsatztreiber erwiesen hat.

Rekordgewinn

Wie gut die Geschäfte für den Konzern dabei laufen, zeigt die Gewinnentwicklung der zurückliegenden Jahre. Allein zwischen 2014 und 2020 konnte der Nettogewinn im Schnitt um zwölf Prozent jährlich gesteigert werden. Das bedeutete im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019/2020 einen Rekordgewinn von 44,3 Mrd. US-Dollar.

Aktiengewinn: +25 Prozent jährlich

An der Börse konnte Microsoft ebenfalls glänzen. Allein in den vergangenen zehn Jahren legte der Aktienkurs im Mittel um 25 Prozent pro Jahr zu. Microsoft gehört damit zu den Top-Empfehlungen aus dem Technologiebereich.

Wer optimistisch ist und auf steigende Kurse der Microsoft-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich entsprechende Hebelprodukte (WKN: KB1QJ6 / ISIN: DE000KB1QJ69) auf der Long-Seite an.

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