Bildquelle: Pressebild Deutsche Telekom

Nach vielen Enttäuschungen sorgte die Aktie der Deutschen Telekom (WKN 555750) in den vergangenen Monaten für viel Freude bei den Anlegern. Immerhin konnten die Bonner nach Jahren schrumpfender Umsätze zuletzt wieder Wachstum generieren. Allerdings scheint man sowohl auf Anlegerseite als auch bei den Analysten der T-Aktie nicht mehr allzu viel Kurspotenzial zuzutrauen.

Bei der US-Investmentbank Goldman Sachs hat man die Aktie der Deutschen Telekom nun von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft und das Kursziel von 11,00 auf 9,50 Euro gesenkt. Zwar seien die Bonner mittlerweile strukturell besser aufgestellt, im Vergleich zu europäischen Kabelnetzbetreibern seien sie aber nach wie vor im Nachteil, hieß es in einer Studie vom Montag. Dennoch würden die Telekom-Titel nach der jüngsten Kursrallye auf dem gleichen Niveau gehandelt wie die Papiere der Kabelgesellschaften. Der harte Wettbewerb in Europa überschatte die positiven Erwartungen an die Tochter T-Mobile USA, so die Analyse weiter.

Dabei war es insbesondere der US-Tochter zu verdanken, dass die Deutsche Telekom auch im dritten Quartal bei den Erlösen zulegen konnte. Der Konzern erzielte zwischen Juli und September einen Umsatz von 15,5 Mrd. Euro, das waren 6,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dagegen fiel das bereinigte EBITDA um 2,6 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro. Auf der Ergebnisseite machten sich vor allem die Kosten zur Gewinnung der neuen Kunden bemerkbar. T-Mobile USA verzeichnete ein Netto-Kundenwachstum im dritten Quartal von mehr als einer Million.

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Allerdings reichten diese Fortschritte den Anlegern offenbar nicht aus. Die jüngsten Kurszuwächse haben Erwartungen geweckt, die die Telekom nicht befriedigen konnte. Zu der Enttäuschung hatte unter anderem die unterschiedlich starke Performance in den verschiedenen Regionen beigetragen. Außerdem ist es nicht abzusehen, ob denn die Erfolge in den USA angesichts der starken Konkurrenz wiederholt werden können. Gleichzeitig ist die T-Aktie angesichts eines 2014er-KGV vom über 16 nicht gerade als günstig zu bezeichnen.

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Wendolin

Soll die Deutsche Telekom weiterhin von den Anlegern abgestraft werden? Es wäre Heuchelei, wenn bei dieser Aktie alles gut geredet würde. Die Aktionäre müssen sich bewusst sein, dass bei dieser neuen Form von Aktie, in den vergangenen Jahren die Dividende aus dem Eigenkapital ausgezahlt wurde. Vom Umsatz alleine ohne kleinen Eigenkapitalgewinn kann auch die Telekom nicht leben. Gerade die Telekom müsste jedoch langfristig durch die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt profitieren. Das negative für die Aktie ist die starke Konkurrenz. Die Fehlentwicklung des Kurses ist auf die Geldschwemme der EZB zurückzuführen. Die Telekom bleibt bis heute notwendige Kostensenkungsprogramme der Unternehmung und… Weiterlesen »