Aktuelle Hot Stocks – BMW, Starbucks, BNP Paribas, Encavis

Bildquelle: Pressefoto BMW AG

Nach den jüngsten, starken Abverkäufen haben sich die Börsen zuletzt wieder stabilisiert, auch wenn die Stimmung der meisten Anleger nach wie vor eingetrübt ist. Angesichts des Ukraine-Kriegs, der eingeleiteten Zinswende der Notenbanken, Rezessionssorgen und der hohen Teuerungsraten kommt keine Kauflaune auf. Die letztgenannte, extreme Inflation spricht aber wiederum für die Aktienanlage. Denn Aktien haben sich historisch gesehen besser entwickelt als alle anderen Asset-Klassen und stellen dementsprechend den besten Inflationsschutz überhaupt dar.

BMW

Beim Übergang zur Elektromobilität drückt BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) jetzt noch stärker aufs Gaspedal. Laut dem DAX-Konzern werden ab dem Jahr 2025 im österreichischen Werk in Steyr die Elektroantriebe der nächsten Generation entwickelt und produziert. Dafür wollen die Münchener bis 2030 rund 1 Mrd. Euro investieren, davon rund 700 Mio. Euro in den Ausbau der Produktion.

Mit 1,1 Millionen gefertigten Motoren pro Jahr ist das BMW-Werk in Steyr das größte Motorenwerk des Konzerns. Noch werden hier Verbrennungsmotoren gefertigt, ab 2025 sollen dann jährlich auch 600.000 E-Motoren der neuen Generation produziert werden. Im Gegensatz zu anderen großen deutschen Autobauern will BMW auch künftig weiterhin Autos mit Verbrennermotoren herstellen.

Diese Technologieoffenheit stößt auch auf Kritik, bietet aber den großen Vorteil, auch in Zukunft eine größere Kundengruppe anzusprechen. An der Börse entwickelte sich die BMW-Aktie in den vergangenen Wochen im Vergleich zum Gesamtmarkt relativ stabil. Der im März 2020 gestartete, übergeordnete Aufwärtstrend dürfte sich schon bald fortsetzen.

Long Mini Future auf BMW
WKN VP7JK1
ISIN DE000VP7JK17
Emissionstag 25. August 2020
Produkttyp Hebelzertifikat
Emittent Vontobel

Starbucks

Die Aktie von Starbucks (WKN: 884437 / ISIN: US8552441094) wurde im Zuge der allgemeinen Börsen-Konsolidierung in den vergangenen Monaten kräftig mit nach unten gezogen. Zwischen Januar und Mai brachen die Notierungen um rund 40 Prozent auf 68 US-Dollar ein. Doch inzwischen konnten sich die Notierungen zeitweise im Bereich der 80er-Marke stabilisieren.

Mit Blick auf die langfristige Kurshistorie haben die zwischenzeitlichen Rückschläge hier immer wieder die Basis gelegt für die nächsten, starken Aufwärtsbewegungen. Aus diesem Grund fällt die Zehnjahres-Performance mit einem Kursgewinn von im Schnitt elf Prozent jährlich immer noch überzeugend aus. Dementsprechend könnten die jetzt wieder niedrigeren Kurse eine günstige Einstiegsgelegenheit eröffnen.

Dafür spricht auch der weiterhin positive Geschäftsausblick. Analysten erwarten bei der US-Kaffeehauskette für 2022 auf Jahressicht einen Umsatzanstieg um elf Prozent auf 32,3 Mrd. Dollar. Laut den aktuellen Schätzungen dürften die Erlöse bis 2023 dann auf 35,6 Mrd. Dollar weiter steigen.

Mini-Future Long auf Starbucks
WKN MC7RGY
ISIN DE000MC7RGY7
Emissionstag 25. März 2020
Produkttyp Hebelzertifikat
Emittent Morgan Stanley

BNP Paribas

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nun die lange erwartete Zinswende eingeläutet. Geplant ist, dass die Anleihenkäufe zum 1. Juli auslaufen. Im selben Monat soll eine erste Zinsanhebung um 25 Basispunkte folgen, eine weitere Zinserhöhung dürfte im September kommen. Höhere Leitzinsen werden auch auf andere Zinsbereiche durchschlagen, wie unter anderem auf Anleihen- und Unternehmenskredit-Zinsen, was für steigende Einnahmen bei Europas Banken sorgen sollte.

Für Anleger dürfte derzeit beispielsweise die Aktie von BNP Paribas (WKN: 887771 / ISIN: FR0000131104) aussichtsreich sein. Die französische Großbank ist sowohl im Privat- und Firmenkunden-Bereich als auch im Investment Banking sehr stark positioniert. Wegen dieser breiten Aufstellung kam BNP Paribas im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten in den vergangenen beiden Jahren weitgehend ohne Verluste durch die Corona-Pandemie.

Für die BNP-Aktie spricht auch die aktuell sehr günstige Bewertung, wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nur acht belegt, das beispielsweise deutlich unter dem der Deutschen Bank (KGV: 12) liegt. Außerdem wird für 2022 eine üppige Dividendenrendite von rund acht Prozent erwartet. Vor dem Hintergrund der extremen Inflation ist die BNP-Paribas-Aktie deshalb besonders aussichtsreich.

Endlos Turbo Long Open End auf BNP Paribas
WKN DFW4Z3
ISIN DE000DFW4Z32
Emissionstag 11. November 2020
Produkttyp Hebelzertifikat
Emittent DZ Bank

Encavis

Im Zuge der allgemeinen Börsenkorrektur sind auch die Energieaktien zwischenzeitlich unter Druck geraten. Wegen der verstärkten Energiewende-Bestrebungen der Regierungen könnte sich aber nun deutliches Aufholpotenzial eröffnen. Das gilt auch für die Aktie von Encavis (WKN: 609500 / ISIN: DE0006095003). Beim Wind- und Solarparkbetreiber sorgt die Nachricht für Kursfantasie, dass die deutsche Bundesregierung plant, ein neues Gesetz zur Förderung der Windkraft auf den Weg zu bringen.

Demnach sollen rund zwei Prozent der Fläche Deutschlands für Windräder reserviert werden. Das wäre mehr als doppelt so viel wie bislang. Auch der jüngste Indexaufstieg dürfte die Encavis-Aktie wieder verstärkt in den Fokus vieler Anleger rücken. Nach neun Monaten im Nebenwerteindex SDAX wurden die Papiere am 20. Juni 2022 erneut in den MDAX aufgenommen.

Börsengehandelte MDAX-Indexfonds (ETFs), die den Index real nachbilden, mussten Encavis dementsprechend wieder in ihre Portfolios aufnehmen. Das könnte für Kursauftrieb sorgen. Zu Zeiten der SDAX-Zugehörigkeit war dies eher weniger der Fall, da es auf den Nebenwerteindex nur sehr wenige ETFs gibt.

BEST Turbo-Optionsscheine (Open-End) auf Encavis
WKN SH2PRD
ISIN DE000SH2PRD2
Emissionstag 9. Februar 2022
Produkttyp Hebelzertifikat
Emittent Société Générale

 

Bildquelle: Pressefoto BMW AG