[ad#Google Adsense L-links]Das Wochenende wurde seitens der Politik wieder einmal bis zur letzten Minute für das Schnüren eines Rettungspaketes genutzt. Herauskam ein 750-Milliarden-Euro-Paket, das aber eher ein Konjunkturprogramm für Aktienanleger zu werden scheint. Mit der Ankündigung, dass die EZB nun auch Anleihen der Euro-Staaten kaufen wird, treibt die Politik die Anlegerschar aus den Staatsanleihen herein in die Aktien. Das Handelsblatt zitiert einen Notenbänker mit den Worten: „Es musste gehandelt werden, ohne Rücksicht auf Verluste.“ In der Folge explodieren Bankaktien, denn Sorgen um Verluste muss sich niemand mehr machen – die EZB kauft ja jeden Ramsch. Ob aus Griechenland, Portugal oder Spanien. Auch andere Branchen legen auf breiter Front zu. DAX und Co. haussieren – zumindest solange das Geld noch in Strömen fließt. Wenn die Eu(ro)phorie abgeebt ist, dürfte hier wieder Ernüchterung einkehren. Denn keines der Schuldenprobleme wurde gelöst, sondern lediglich in die Zukunft vergeschoben. Wer derzeit investiert ist, sollte sich freuen aber zugleich in den kommenden Tagen genau hinsehen. Wie man am vergangenen Donnerstag gesehen hat, geht es manchmal schneller abwärts, als man auf „verkaufen“ drücken kann. Schließlich kann niemand so gut und schnell „Blasen“ aufbauen und sie wieder zerplatzen lassen, wie eine Notenbank.

US-Futures haussieren ebenfalls

Auch in den USA zeigt man sich angesichts der europäischen Milliardenspritze sehr euphorisch. Schließlich fließt auch einiges der neugeschaffenenen Gelder über den Atlantik. Im Rahmen der Berichtsaison wartet man nachbörslich u.a. auf die Zahlen von Legg Mason, McDermott, Priceline.com und Winn-Dixie Stores. Derweil gewinnen die US-Futures kräftig hinzu. Der S&P 500 legt aktuell 4,5 Prozent zu. Der NASDAQ gewinnt 4,2 Prozent. In Frankfurt legt der DAX derzeit 4,9 Prozent auf 5.996 Punkte zu.

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