DAX: Gemütlich weiter aufwärts

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Liebe Leserinnen und Leser,

während ich diese Zeilen schreibe (es ist später Donnerstagnachmittag), werden auf der anderen Seite des Atlantiks rund 46 Millionen Truthähne in vermutlich annähernd ebenso viele Bratröhren beziehungsweise Backöfen geschoben.

Denn an diesem Wochenende (konkret: ab Donnerstag) wird in den USA Thanksgiving gefeiert, das wichtigste Familienfest neben dem auch hierzulande recht beliebten und bekannten Weihnachten. Und weil das in Übersee so eine große Sache ist, bleiben die Börsen an besagtem Donnerstag gleich ganz geschlossen und öffnen am Freitag nur für wenige Stunden, um den berühmten verkürzten Handel stattfinden zu lassen. Für die deutschen Indizes bedeutet das vor allem eines:

So gesehen

Ohne die Impulse von der Wall Street, ob positiv oder negativ, lassen es die heimischen Titel in aller Regel etwas ruhiger angehen. Für den DAX ging es dabei in diesem Jahr gemütlich weiter aufwärts, mit 14.571 Punkten hat der Index ein neues November-Hoch und gleichzeitig den höchsten Stand seit dem 8. Juni markiert.

Danach – nach dem 8. Juni – ging es bekanntlich in zwei Verkaufswellen bis auf das amtierende Jahrestief vom 28. September bei 11.863 hinunter. So gesehen haben die heimischen Blue Chips die Sommerdelle mit der jüngsten Erholungsbewegung wieder ausgebügelt, nicht weniger, aber eben auch noch nicht mehr. Zum Vergleich:

Im Verhältnis

In Relation zum bisherigen Jahres- und gleichzeitig auch Allzeithoch vom 5. Januar bei 16.285 Zählern liegt der DAX aktuell immer noch rund 10,7% hinten. Das spiegelt sich notgedrungen auch im Chart wider, denn da notiert das Aktienbarometer, wie bereits erwähnt, erst auf dem Niveau von Anfang Juni. Damit sind die nächsten Chartmarken auf der Oberseite schnell umrissen:

die erste Hürde findet sich am April-Hoch bei 14.603, darüber würde es um das Juni-Top bei 14.709, das 2021er-Oktober-Tief bei 14.819 und die runde 15.000er-Marke mit dem 2021er-November-Tief bei 15.015 gehen. In der Gegenrichtung stützt jetzt der Bereich um 14.400, dem – in Hunderter-Schritten – die Haltelinien bei 14.300 und 14.200 folgen würden. Die nächsten Unterstützungen wären anschließend bei 14.150 und 14.000 zu finden.

Ein Beitrag von Sebastian Affeld von Prime Quants

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