Bildquelle: Pressefoto Manz AG

Bei Manz (WKN: A0JQ5U / ISIN: DE000A0JQ5U3) häufen sich zuletzt die guten Nachrichten – bleibt die Frage, ob allmäglich der Knoten platzt und die Aktie sich endlich wieder in alte Kursregionen entwickeln kann.

Ende Juni teilte Manz mit, im Bereich Fan-Out Panel Level Packaging (FOPLP) eine strategische Kooperation mit PEP Innovation PTE Ltd, einem Technologieunternehmen mit Sitz in Singapur, und einem der einflussreichsten Unternehmen Chinas in der Mikroelektronik gestartet zu haben. Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung dieser leistungsstarken Zukunftstechnologie in der Verpackung von Mikrochips. Im Rahmen der Kooperation erhielt Manz einen ersten Auftrag durch ein von den Kooperationspartnern gegründetes Joint Venture im Volumen von über 5 Mio. Euro.

Bereits einen Tag später folgte die Mitteilung, dass Manz die Position des Finanzvorstands neu besetzt. Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 hat demnach der Aufsichtsrat Manfred Hochleitner (45) als Finanzvorstand bestellt, der ab sofort die Bereiche Finanzen und Controlling, Personal, IT, Organisation, Verwaltung, Investor Relations und Recht verantwortet.

Diese Woche nun wurde ein Großauftrag aus der Stahlindustrie bekannt. Der Auftrag über mehr als 20 Mio. Euro umfasst eine weltweit einzigartige Pilotlinie zur Laserstrukturierung von Bandstahl und wird in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 umsatz- und ertragswirksam. Nach Prüfung möglicher technologischer Ansätze und Definition der Prozessparameter, wurde zunächst zwischen dem chinesischen Mischkonzern und der TRUMPF GmbH + Co. KG in einer vorgelagerten Entwicklungskooperation ein mögliches Fertigungsverfahren konzipiert. Darauf aufbauend hat Manz einen ursprünglich für die Strukturierung von Dünnschicht-Solarmodulen entwickelten Laserprozess aus dem Geschäftsbereich Solar auf die Anforderungen der Stahlindustrie übertragen und gemeinsam mit der TRUMPF GmbH + Co. KG und dem Kunden weiterentwickelt. Mittels des weltweit einzigartigen Verfahrens wird Bandstahl per Laser strukturiert. Dieser wird für die Herstellung von elektronischen Komponenten mit einer deutlich gesteigerten Effizienz verwendet. Bei der Entwicklung der Pilotlinie kommt Manz ihre langjährige Erfahrung in der Laserstrukturierung großflächiger Substrate sowie bei optischen Kontrollsystemen und integrierten Analyseinstrumenten zu Gute.

Man darf gespannt sein, was bis zum 14. August, wenn die Halbjahreszahlen präsentiert werden, noch alles gemeldet wird. Die bereits veröffentlichten Meldungen sind jedoch sehr positiv zu werden. Die Kursreaktion in den letzten Tagen macht dies deutlich. Vielleicht ist nun endlich der Knoten geplatzt, der nach dem Ausscheiden aus dem TecDAX die Kursperformance bremst. Die Analysten von Montega etwas sehen sich durch die jüngste Entwicklung in ihrer Kaufempfehlung mit Kursziel von 54 Euro bestätigt – das wäre immerhin ein Potenzial von 50 Prozent.

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Bildquelle: Pressefoto Manz AG

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