Bildquelle: Pressefoto Merck KGaA

Mit einem Kursplus von etwas mehr als 5 Prozent gehört die Aktie von Merck KGaA (WKN: 659990 / ISIN: DE0006599905) im laufenden Jahr zu den Top-Performern im DAX. Angesichts des turbulenten Börsenumfeldes kommt dem Papier sein defensiver Charakter zugute. Außerdem scheinen Anleger überzeugt zu sein, dass das Management endlich die richtigen Schritte unternommen hat, um dem Unternehmen zu mehr Wachstum zu verhelfen.

Wie genau dies vonstatten gehen soll, hat die Geschäftsführung bereits Mitte Oktober auf dem Kapitalmarkttag dargelegt. Auch wenn 2018 für Merck ein herausforderndes Jahr war, konnte man wenigstens richtungsweisende Entscheidungen treffen. Für Impulse soll vor allem die gut gefüllte Pipeline in der Pharmasparte sorgen. Merck braucht neue Gewinnbringer. Zu den Hoffnungsträgern zählt zum Beispiel Evobrutinib, ein Mittel zur Behandlung schubförmiger Multipler Sklerose (MS). Neben der Pharmaforschung setzt Merck aber auch auf Kooperationen.

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern hat in diesem Jahr einige interessante Partnerschaften vereinbart. Beispielsweise will man mit Alibaba Health, der Gesundheitsparte des chinesischen Internetkonzerns Alibaba (WKN: A117ME / ISIN: US01609W1027), Patienten und ihren Familien in China einen verbesserten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen über eine patientenzentrierte Gesundheitsplattform zur Verfügung stellen. Der jüngste Streich betrifft die Gründung des Joint Ventures Syntropy mit dem Software-Unternehmen Palantir Technologies, um die Krebsforschung weiter voranzutreiben. Die neugegründete Firma soll Forschern den sicheren Datenaustausch ermöglichen und Wissenschaftler mit intuitiven und effektiven Werkzeugen zur Datenanalyse ausstatten.

Auch sonst war man beim DAX-Konzern zuletzt nicht untätig. Vor kurzem vermeldete Merck den Abschluss des Verkaufs der Sparte für rezeptfreie Arzneien für 3,4 Mrd. Euro an den US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (WKN: 852062 / ISIN: US7427181091). Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen vor allem zur Reduzierung der Schulden verwendet werden. Gleichzeitig freut man sich über eine höhere Flexibilität, wenn es um Innovationen in den Geschäftsbereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials geht.

Merck hatte in diesem Jahr unter anderem mit negativen Wechselkurseffekten zu kämpfen. Positiv ist jedoch der Umstand, dass das Unternehmen bereits für das dritte Quartal 2018 für alle drei Unternehmensbereiche ein kräftiges organisches Umsatzwachstum verkünden konnte, während man im kommenden Jahr erst so richtig durchstarten möchte. Außerdem sorgt Merck mit dem Geschäftsbereich Performance Materials und dem Angebot an Flüssigkristallen für Displays sowie anderen Materialien für mehr Diversifikation. Das Unternehmen muss nicht nur auf den Forschungserfolg im Pharmabereich setzen.

Wer bullish eingestellt ist, sich jedoch nicht gleich die Merck-Aktie ins Depot holen möchte, kann auf entsprechende Long-Produkte wie das Faktorzertifikat 5x Long auf Merck von Morgan Stanley (WKN: MF1H1Z / ISIN: DE000MF1H1Z5) zurückgreifen.

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Bildquelle: Pressefoto Merck KGaA

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