Bildquelle: Pressefoto Amazon

Die Suche nach einem Standort für ein „zweites Hauptquartier“ für Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) neben dem Firmensitz in Seattle im US-Bundesstaat Washington wurde zuletzt zu einem wahren Politikum. Außerdem werden die anstehende Scheidung von Konzernchef und Gründer Chef Jeff Bezos, dem reichsten Menschen auf diesem Planeten, sowie sein Streit mit dem US-Boulevardmagazin „National Enquirer“ in der Öffentlichkeit heiß diskutiert.

Es ist nicht sicher, inwieweit diese Nebengeräusche dafür verantwortlich sind, dass Amazon zuletzt im Kampf um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt ins Hintertreffen geriet. Besonders hilfreich scheinen sie nicht gewesen zu sein.

Derzeit haben sich der Softwarekonzern Microsoft (900 Mrd. US-Dollar) und der iPhone-Konzern Apple (885 Mrd. US-Dollar) einen Vorsprung gegenüber Amazon (845 Mrd. US-Dollar) erkämpft. Allerdings dürfte Amazon schon bald zum Gegenangriff ausholen. Nicht umsonst hat es Amazon als zweites Unternehmen überhaupt nach Apple geschafft, die Marke von 1 Billion US-Dollar bei der Marktkapitalisierung zu knacken.

Die allgemeinen Börsenturbulenzen beendeten die Rekordjagd jedoch im Herbst 2018. Trotz eines kleinen Zwischenspurts befindet sich die Amazon-Aktie immer noch ein ganzes Stück vom Anfang September 2018 bei 2.050 US-Dollar erreichten Allzeithoch entfernt. Es dürfte jedoch nicht lange dauern, bis die Rekordjagd eine Fortsetzung findet.

Während beispielsweise Apple zuletzt damit zu kämpfen hatten, zu stark von einem einzigen Produkt, dem iPhone, abhängig zu sein, zahlten sich für Amazon die milliardenschweren Investitionen der vergangenen Jahre immer mehr aus. Neben der Online-Handelsplattform, die im Zuge des vergangenen Weihnachtsgeschäfts ihr Potenzial erneut unter Beweis stellen konnte, hat sich Amazon in den vergangenen Jahren zu einem wahren Riesen im Bereich Cloud Computing gemausert. Das tolle dabei: Der Cloud-Bereich (Amazon Web Services, AWS) bleibt nicht nur Amazons wichtigster Wachstumstreiber, sondern auch noch ein besonders profitabler Geschäftsbereich dazu.

Im Schlussquartal 2018 wuchsen die AWS-Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf 7,4 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis des Bereichs wurde sogar um 61 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar verbessert. Konzernweit kletterten die Umsatzerlöse im Dezember-Quartal um 20 Prozent auf 72,4 Mrd. US-Dollar, während der operative Gewinn von 2,1 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf 3,8 Mrd. US-Dollar verbessert wurde. Für das laufende erste Quartal 2019 stellte das Management ein weiteres konzernweites Umsatzplus von 10 bis 18 Prozent auf 56 bis 60 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Das operative Ergebnis soll wiederum von 1,9 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf 2,3 bis 3,3 Mrd. US-Dollar zulegen. Es bleibt abzuwarten, ob dies ausreichen wird, um der Amazon-Aktie schnellstmöglich neuen Schwung zu verleihen.

Anleger, die von der Stärke von Amazon überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Faktor 4x Long auf Amazon (WKN: MF4HA6 / ISIN: DE000MF4HA63) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Short-Faktorzertifikat (WKN: MF3MRD / ISIN: DE000MF3MRD5) die Chance auf sinkende Kurse zu setzen.

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot u.a. mit “marktEINBLICKE Auf die Schnelle” (Wochentags) und “marktEINBLICKE D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: Pressefoto Amazon

2
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
0 Kommentatoren
Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
trackback

[…] Die Suche nach einem Standort für ein „zweites Hauptquartier“ für Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) neben dem Firmensitz in Seattle im US-Bundesstaat Washington wurde zuletzt zu einem wahren Politikum. Außerdem werden die anstehende Scheidung von Konzernchef und Gründer Chef Jeff Bezos, dem reichsten Menschen auf diesem Planeten, sowie sein Streit mit dem US-Boulevardmagazin „National Enquirer“ in der Öffentlichkeit heiß diskutiert. Mehr dazu hier. […]

trackback

[…] vom Mai bei 1962 US-Dollar in Angriff nimmt. Gelingt der Ausbruch nach oben, ist die Bahn charttechnisch frei bis zum 2018er-Allzeithoch (2039 US-Dollar). Kurzfristig errechnet sich damit eine Gewinnperspektive von 9 […]