Bildquelle: Pressefoto © TUI Group

Jetzt ist es also wieder passiert. TUI (WKN: TUAG00 / ISIN: DE000TUAG000) musste mit einer weiteren Prognosesenkung aufwarten. Auch dieses Mal war der Reisekonzern nicht alleine schuld.

Negative Auswirkungen des außergewöhnlich heißen Sommers im Jahr 2018, die verstärkte Buchung günstigerer Reiseziele, die anhaltende Schwäche des britischen Pfund und ein wenig optimistischer Blick auf die Buchungen für den Sommer 2019 hatten TUI zuletzt ordentlich zu schaffen gemacht.

Aus diesem Grund hatte das Management das Ziel, einer EBITA-Anhebung im laufenden Jahr um mindestens 10 Prozent einkassiert. Stattdessen soll das EBITA in etwa auf dem Vorjahresniveau von 1,18 Mrd. Euro liegen. Nun musste TUI auch dieses Ziel einkassieren. Schuld ist dieses Mal Boeing (WKN: 850471 / ISIN: US0970231058).

Aufgrund des Flugverbots für Flugzeuge des Typs 737 MAX hat TUI Maßnahmen getroffen, um die Urlaubsreisen der Kunden zu gewährleisten. Es ergeben sich zusätzliche Kosten für Ersatzflugzeuge, Treibstoff oder Kosten im Zusammenhang mit Betriebsunterbrechungen.

Sollten Flugzeuge des Typs 737 MAX spätestens Mitte Juli wieder starten dürfen, läge der negative Effekt auf das bereinigte EBITA bei rund 200 Mio. Euro, was im laufenden Geschäftsjahr einen Rückgang des bereinigten EBITA von etwa 17 Prozent zur Folge hätte. Sollte es mit den Flügen bis Ende September nicht weitergehen, geht TUI von einem Ergebnisrückgang um 26 Prozent aus.

FAZIT. Die TUI-Aktie hat seit dem Frühjahr 2018 etwas mehr als 60 Prozent an Wert eingebüßt. Neben einem schwierigen Branchenumfeld kam auch ein turbulentes Börsenumfeld hinzu. Zudem machten sich negative Einmaleffekte bemerkbar. Inzwischen dürfte das Papier zumindest für Schnäppchenjäger interessant sein. Mittel- bis langfristig sollten sich zudem die positiven Aussichten für die Reisebranche bemerkbar machen. Diese sollte beispielsweise von der wachsenden Mittelschicht in Schwellenländern wie China profitieren.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der TUI-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des Papiers profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: HX7YG3 / ISIN: DE000HX7YG33) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben mit passenden Short-Produkten (WKN: HX7X2M / ISIN: DE000HX7X2M8) die Gelegenheit auf fallende Kurse der TUI-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto © TUI Group

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